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    Christy Turlington, Model 

    Ich will nicht die Verantwortung für das Aufhören anderer übernehmen. Ich wäre aber stolz, wenn ich anderen ein Vorbild für das Aufhören bin.

    Frage: Warum hast du dich entschieden, öffentlich für einen rauchfreien Lebensstil einzutreten?

    Christy: Weil mein Leben sehr von dieser Droge beeinflusst worden ist. Ich war selbst abhängige Raucherin und ich habe meinen Vater dadurch verloren.

    Frage: Du hast öffentlich bekannt, dass du früher selbst geraucht hast. Wie hast du es geschafft aufzuhören?

    Christy: Ich habe Akupunktur, Raucherpflaster und Hypnose ausprobiert. Ich habe aber gemerkt, dass ich es alleine machen musste - und zwar, als die Zeit für mich reif dafür war.

    Frage: Hast du außer der Langzeitperspektive deiner allgemein verbesserten Gesundheit bereits kurzfristige positive Auswirkungen verspürt?

    Christy: Ich fühle mich geistig klarer! Ich spüre keine Art von Verneblung mehr, wenn ich aufwache. Nikotin kann gleichzeitig anregend wirken, aber auch die Stimmung drücken, so dass man sich als Raucher oft ziemlich unausgeglichen fühlt.

    Frage: Hat dich dein Freundeskreis beeinflusst, als du mit dem Rauchen angefangen hast?

    Christy: Ich bin niemals direkt von Freunden unter Druck gesetzt worden, aber von anderen umgeben zu sein, die mit Zigaretten experimentieren, war schon irgendwie ein unangenehmes Gefühl.

    Frage: In deinem Job gibt es viele Models, die weiter rauchen, obwohl sie über die schwer wiegenden Folgen informiert sind. Hast du jemals versucht, deine Freunde zu überzeugen, wenn sie oder ihre Freunde anwesend sind?

    Christy: Ich will nicht die Verantwortung für das Aufhören anderer übernehmen. Ich wäre aber stolz, wenn ich anderen ein Vorbild für das Aufhören bin.

    Frage: Die Zigarettenwerbung stellt Rauchen oft als glamourös dar. Die Hersteller versuchen sogar, über die Popmusik noch mehr für Zigaretten zu werben. Wie können Jugendliche und besonders Mädchen cleverer werden, die falschen Werbebotschaften zu erkennen, die ihnen sagen wollen, dass Rauchen spaßig, sexy und erwünscht ist?

    Christy: Wir sollten uns alle sehr bewusst mit Werbung auseinandersetzen, die der Wahrheit widerspricht, die wir eigentlich schon kennen. Besonders, wenn es Werbung ist, die uns in schädlicher Weise manipulieren soll.

    Frage: Was denkst du sind typische Fehleinschätzungen Jugendlicher gegenüber Zigaretten?

    Christy: Dass sie denken, sie würden damit erwachsener aussehen, und davon überzeugt sind, persönlich nicht abhängig zu werden. Sie denken oft, dass sie aussteigen können, sobald es gefährlich wird.

    Frage: Was würdest du zu jungen Frauen sagen, die rauchen, um nicht an Gewicht zuzunehmen?

    Christy: Dass es viele sehr fette Raucher gibt!

    Frage: Was können Jugendliche selbst tun, um eine rauchfreieUmgebung zu schaffen?

    Christy: Darum bitten! Die Eltern bitten, nicht zu rauchen, wenn sie oder ihre Freunde anwesend sind.

    Frage: Was ist die wichtigste Message, die du Jugendlichen im Zusammenhang mit der immer weiter steigenden Anzahl von Teenage-Rauchern geben möchtest?

    Christy: Dass es weit besser ist, es niemals zu probieren, als den Ausstieg nicht zu schaffen und die letztlich tödlichen Auswirkungen zu erleiden.

     

    Vielen Dank, Christy!