
Rauchprodukte aus aller Welt
Tabak wird auf der ganzen Welt verschieden konsumiert. Ob als skandinavischer Snus, indonesische Nelkenzigaretten oder gar in Form der sogenannten rauchlosesen Zigaretten. Eines haben aber alle Rauchprodukte gemeinsam - sie sind gesundheitsschädlich.
Indische Mini-Zigarren
Mini-Zigarren aus Indien, sogenannte Beedis oder Bidis, sind gefährlicher als bisher angenommen. Für die kleinen Zigarren wird roher Tabak verwendet. Dadurch ist der Gehalt an Nikotin und anderen Giftstoffen sehr viel höher als bei herkömmlichen Zigaretten, bei denen der Tabak vorher getrocknet wurde. Sie bestehen aus einem Tendublatt als Hüllblatt und Tabak oder anderen Kräutern als Füllung. Beedis sind sehr trocken und werden häufig auch parfümiert. Beim Rauchen muss man deshalb im Vergleich zu einer normalen Zigarette tiefer und öfter inhalieren, um die Beedi am Glühen zu halten. Nach einer Studie des amerikanischen National Cancer Institute nimmt der Raucher oder die Raucherin, verglichen mit einer herkömmlichen Zigarette, dreimal mehr Nikotin und Kohlenmonoxid und sogar fünfmal mehr Teer zu sich.
Indonesische Nelkenzigaretten
In Nelkenzigaretten (indonesisch "Kretek") sind neben Tabak geschrotete Gewürznelken enthalten. Der indonesische Tabak wird zur Geschmacksverfeinerung zusätzlich mit Kräuter- und Fruchtauszügen angereichert. Kreteks werden überwiegend in Indonesien hergestellt. Vor allem in den USA sind sie noch umstrittener als gewöhnliche Zigaretten. So sind sie etwa im Bundesstaat Maryland ganz verboten. Dies wird damit gerechtfertigt, dass vor allem Jugendliche durch Kreteks zum Rauchen verleitet würden. In Europa sind Nelkenzigaretten vor allem bei jungen Rauchern und in Künstlerkreisen zunehmend beliebt. Der Nikotin- und Teergehalt von diesen Zigaretten ist sehr hoch.
Skandinavischer Snus
Als Snus (gesprochen "snüüs") wird eine in Skandinavien verbreitete Form von Mundtabak bezeichnet. Snus ist ein mit Salzen versetzter Tabak, der meist hinter der Oberlippe gehalten wird. Durch die Salze bleibt der Tabak feucht. Gleichzeitig rauen sie die Mundschleimhaut auf, so dass die Wirkstoffe direkt vom Blutkreislauf aufgenommen werden. Da dadurch mehr Nikotin als beim Rauchen einer Zigarette in den Körper gelangt, ist die Wirkung von Snus stärker Nach der aktuellen europäischen Tabakrecht-Richtlinie ist der gewerbliche Vertrieb von Snus in der gesamten Europäischen Union mit Ausnahme von Schweden verboten.
Schnupftabak
Bei Schnupftabak ("Snuff") handelt es sich um eine feingemahlene Mischung aus einer oder mehreren Sorten von Tabak, die durch das Einsaugen in die Nase aufgenommen wird. Schnupftabak wird vorwiegend aus hellen Virginia-Tabaken aus den USA und Afrika hergestellt. Er ist oft aromatisiert, vor allem mit Menthol oder Eukalytus, aber auch mit Frucht- oder Kräuterauszügen. Das Nikotin entfaltet seine Wirkung beim Schnupfen über die vorderen Nasenschleimhäute. Im Gegensatz zum Rauchen treten dabei aber keine Verbrennungsprodukte auf. Über die Gesundheitsgefahr durch Schnupftabak gibt es heftige Diskussionen. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) warnt aber ausdrücklich vor den Folgen des Schnupftabak-Konsums. Nach Angaben des DKFZ haben Studien aus verschiedenen Ländern bewiesen, das Schnupftabak beim Menschen Mund- und Bauchspeicheldrüsenkrebs verursachen kann
Rauchlose Zigarette
Bei sogenannten rauchlosen Zigaretten handelt es sich um Versuche, Zigaretten herzustellen, die den Raucher oder die Raucherin zwar mit Nikotin und Aromastoffen versorgen, aber dabei das Erzeugen von krebserregenden Stoffen vermeiden sollen. Dies geschieht dadurch, dass keine pflanzlichen Stoffe wie Tabak in rauchlosen Zigaretten verbrannt werden. Stattdessen wird das Austreten von Nikotin in die vom Raucher bzw.der Raucherin inhalierte Luft durch Erwärmen hervorgerufen. Beim Ziehen an der rauchlosen Zigarette wird die einströmende Luft durch eine kleine Heizspirale erhitzt. Durch die Wärme können sich aus einem nachgeschalteten Depot Nikotin und Aromastoffe herauslösen, die dann durch einen Filter inhaliert werden. Beim Rauchen dieser Zigaretten nimmt der Körper ähnliche Nikotinwerte wie von normalen Zigaretten auf.




















