
Zurück in die Zukunft - Filmstars rauchen so viel wie in den 1950er Jahren
Bei allen Bemühungen von Gesundheitspolitikern, die Bevölkerung zum Verzicht auf das Tabakrauchen zu bewegen, wird in den heutigen Kinofilmen wieder so viel geraucht wie zuletzt in den 1950er Jahren.
In einer Untersuchung für das American Journal of Public Health (Quelle: AJPH, 2004 94: 261-263) zählt Stanton Glantz von der Universität von Kalifornien, dass in den Filmen der 50er Jahre pro Stunde durchschnittlich 10,7 Mal ein Schauspieler mit einer Zigarette, ein Aschenbecher oder eine Zigarettenanzeige im Hintergrund gezeigt wurde. In den 80er Jahren gab es nur noch 4,9 Situationen pro Filmstunde, die Werbung für das Rauchen betrieben. Ganz anders im Jahr 2002 – Glantz’ Untersuchung zeigt, dass die tabakfreundlichen Szenen auf 10,9 pro Stunde angestiegen sind.
Wie stark Rauchen in Filmen den Raucheinstieg jugendliche Kinogänger beeinflusst, zeigen Forscher um Madeline Dalton von der Dartmouth Medical School (Quelle: The lancet, 10.06.2003). Die Zahl der Jugendlichen, die mit dem Rauchen beginnen, steigt mit der Zahl der Raucherszenen in Filmen.
Wie oft in aktuellen amerikanischen Kino-Filmen geraucht wird, seht Ihr auf der Seite von SceneSmoking:
Hier erhalten alle aktuellen Filme Bewertungen von rosa (rauchfrei) bis schwarz (sehr viele Raucherszenen), wobei die Farbe auf den Gesundheitszustand der Lunge anspielt. Die Internetseite bietet Vordrucke von Briefen, die Du an Schauspieler oder Filmstudios schicken kannst, um Dich für eine rauchfreiere Kinowelt einzusetzen.





















