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    Europa gegen den Krebs mit dem Ziel: Endlich rauchfrei arbeiten!

    06.10.05

    Europa gegen den Krebs mit dem Ziel: Endlich rauchfrei arbeiten!

    Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet Hilfen

    Noch immer sind nicht alle Beschäftigten gegen Passivrauch am Arbeitsplatz ausreichend geschützt. Rund drei Millionen arbeiten in deutschen Betrieben in Räumen, in denen regelmäßig geraucht wird. Deshalb steht die diesjährige "Europawoche gegen den Krebs" unter dem Motto "Endlich rauchfrei arbeiten!" Sie wird vom 10. bis 16. Oktober europaweit mit verschiedenen Aktionen und Angeboten durchgeführt.

    Die Europawoche will für einen besseren Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz werben. Eigentlich sind die gesetzlichen Regelungen in Deutschland zur Vermeidung des Passivrauchens eindeutig. So sieht § 5 der Arbeitsstättenverordnung vor, dass "der Arbeitgeber die erforderlichen Maßnahmen zu treffen hat, damit die nichtrauchenden Beschäftigten am Arbeitsplatz wirksam vor den Gesundheitsgefahren durch Tabakrauch geschützt werden."

    Dennoch wird noch immer nicht genügend für den Schutz vor Passivrauch in Betrieben getan. Dies ist umso gravierender, weil bereits 1998 eine Bewertung der gesundheitlichen Schäden durch Passivrauchen am Arbeitsplatz erfolgt ist. Danach wurde der Tabakrauch in der Raumluft als eindeutig krebserregend für den Menschen eingestuft und ist seitdem der höchsten Gefahrenstufe krebserregender Arbeitsstoffe zugeordnet.

    "Gerade bei der praktischen Umsetzung des Nichtraucherschutzes in den Unternehmen besteht oft Unsicherheit und Informationsbedarf auf allen Seiten", erklärt Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). "Dies betrifft die Beschäftigten, die Betriebs- und Unternehmensleitungen aber auch die Personal- und Beschäftigtenvertretungen. Hier sind Informationen und praktische Umsetzungsvorschläge wichtig. Deshalb haben wir einen Leitfaden für Betriebsleitungen und Personalvertretungen und eine Informationsbroschüre für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entwickelt", so die Direktorin der BZgA.

    Passivrauchen ist keine zu verharmlosende Angelegenheit. Selbst nach Verdünnung in der Luft sind die Konzentrationen der krebsauslösenden Stoffe im Tabakrauch noch so hoch, dass Passivraucher im Verlauf eines Tages so viele krebserregende aufnehmen, als ob sie selbst mehrere Zigaretten geraucht hätten. So ist es nicht verwunderlich, dass in Deutschland Schätzungen zufolge jährlich etwa 400 Menschen allein an Lungenkrebs durch das unfreiwillige Einatmen von Zigarettenrauch versterben. Wer über mehrere Jahre in stark verrauchten Räumen arbeitet, hat ein doppelt so hohes Risiko an Lungenkrebs zu erkranken wie jemand, der in nicht verqualmten Räumen arbeiten kann.

    Für aufhörwillige Raucherinnen und Raucher bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung seit kurzem im Internet ein Ausstiegsprogramm an. Unter www.rauchfrei-info.de begleitet es die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über einen Zeitraum von bis zu 4 Wochen mit täglichen Informationen per E-mail auf ihrem Weg zum Nichtrauchen. Das Angebot ist auf die jeweils persönliche Situation beim Rauchverzicht zugeschnitten

    "Das neue online Ausstiegsprogramm ergänzt die bereits bestehenden 'rauchfrei'-Angebote der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und ermöglicht es uns, noch genauer auf die Bedürfnisse des Einzelnen beim Rauchverzicht einzugehen", erläutert die Direktorin Dr. Elisabeth Pott. Die Bedeutung des Internet zur Informationsvermittlung hat in den letzten Jahren stark zugenommen. "Mit dem Ausstiegsprogramm auf unserer Webseite können wir eine große Zahl aufhörwilliger Raucherinnen und Raucher direkt ansprechen. Über die regelmäßigen E-Mails haben wir die Möglichkeit, die Menschen auf ihrem Weg zum Rauchverzicht individuell zu unterstützen und zu motivieren."

    Folgende Medien zum Thema Nichtrauchen können bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kostenfrei bestellt werden:

     

    "rauchfrei! am Arbeitsplatz" - Informationen für rauchende und nichtrauchende Arbeitnehmer

     

    "Rauchfrei am Arbeitsplatz" - Ein Leitfaden für Betriebe

     

    "Ja ich werde rauchfrei" - Broschüre mit praktischen Anleitungen für künftige Nichtraucher

     

    "Rauchfrei! - Kalender für die ersten 100 Tage"

     

    Bestelladresse: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, e-mail: order@bzga.de

     

    Das Nichtraucher-Beratungstelefon unter der Rufnummer 01805 31 31 31 (12 Cent/Minute) ist von Montag bis Donnerstag von 10.00 bis 22.00 Uhr und von Freitag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr besetzt.

     

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