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    Fit für die "rauchfreie Schule"

    04.05.05

    Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung belohnt "Wiederholungsklassen" beim Nichtraucherwettbewerb "Be Smart - Don't Start"!

    Regelungen für ein "Rauchverbot an Schulen" sind seit Monaten in fast allen Bundesländern Thema heftiger Diskussionen. Dabei ist die Richtung klar erkennbar: Hessen hat als erstes Bundesland per Gesetz ab dem 1. Januar 2005 das Rauchen in der Schule verboten. In Berlin hat sich das Abgeordnetenhaus schon im Juli 2004 für ein generelles Rauchverbot in allen Schulen entschieden. Weitere Bundesländer werden folgen und sich noch in diesem Jahr für ein Rauchverbot an Schulen - für Lehrkräfte und für Schüler - entschließen und entsprechende gesetzliche Regelungen verabschieden.

    Gesetze und Erlasse zum Nichtrauchen müssen im Schulalltag umgesetzt und dort akzeptiert werden - dies ist nicht immer einfach. Nicht selten rührt sich Widerstand. Denn ein Rauchverbot allein reicht nicht aus. Wichtig ist, dass die Schulen parallel zum Rauchverbot auch Aufklärungs- und Vorbeugungsprogramme durchführen und so Schüler, Lehrer und Eltern von der Richtigkeit der Entscheidung für die "rauchfeie Schule" überzeugen und zur aktiven Mitwirkung gewinnen.

    "Grundsätzlich ist eine Strategie immer dann am wirksamsten, wenn gesetzliche, strukturelle und Aufklärungsmaßnahmen miteinander verknüpft werden. Ein gutes Aufklärungsangebot und ein rauchfreies Schulgelände können den Einstieg in den Tabakkonsum verhindern und die Motivation zum Ausstieg aus dem Rauchen erleichtern", fasst die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Dr. Elisabeth Pott die bisherigen Erfahrungen zum Rauchverbot an Schulen zusammen. "Die BZgA unterstützt Schulen auf dem Weg zur Rauchfreiheit durch zahlreiche Maßnahmen und Angebote. So fördert die BZgA seit fünf Jahren die Beteiligung von Schulklassen an dem Nichtraucherwettbewerb 'Be Smart - Don't Start'", so Dr. Pott weiter.

    Der Nichtrauerwettbewerb "Be Smart - Don't Start" findet in 14 europäischen Staaten statt und wird im Schuljahr 2004/2005 zum achten Mal in Deutschland durchgeführt. Die Regeln für den Wettbewerb sind einfach: Schülerinnen und Schüler einer Schulklasse verpflichten sich gemeinsam, ein halbes Jahr lang nicht zu rauchen. Die Klassen, in denen bis zum Ende des Wettbewerbs nicht geraucht wird, nehmen an einer Verlosung teil. In Deutschland ist die Zahl der teilnehmenden Klassen von Beginn an immer weiter gestiegen. Im jetzt laufenden Schuljahr 2004/2005 haben sich insgesamt 10.994 Schulklassen für den Wettbewerb angemeldet.

    Das besondere Interesse der BZgA gilt den Schulklassen, die in mehreren Jahren aufeinander folgend an "Be Smart - Don't Start" teilnehmen. Dies sind im Schuljahr 2004/2005 etwa 2.000 Schulklassen: Für die überwiegende Mehrheit der "Wiederholungsklassen" ist es die zweite Teilnahme, es gibt aber auch Klassen, die bereits 3 oder sogar schon 4 Jahre hintereinander teilnehmen.

    Die wiederholte Teilnahme ist sinnvoll. Untersuchungen über die Wirkung des Wettbewerbs in Finnland, Deutschland und in den Niederlanden deuten darauf hin, dass mit dem Wettbewerb "Be Smart - Don't Start" der Rauchbeginn bei Jugendlichen, verzögert oder sogar ganz verhindert wird. "Es ist nachgewiesen, dass Jugendliche, die bis zum 18. Lebensjahr Nichtraucher geblieben sind, mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht mehr mit dem Rauchen anfangen. Daher möchten wir möglichst viele Schulklassen zur wiederholten Teilnahme am Wettbewerb motivieren. Damit wird auch ein Beitrag dazu geleistet, Schulen zunehmend 'rauchfrei' werden zu lassen", erläutert Dr. Elisabeth die Strategie der BZgA.

    Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung belohnt in diesem Schuljahr 100 "Wiederholungsklassen" mit Sonderpreisen für ihre erfolgreiche Teilnahme an "Be Smart - Don't Start". Welche Schulklassen für ihr Engagement beim Nichtrauchen einen Preis erhalten, wird zum Welt-Nichtrauchertag Ende Mai ermittelt. Neben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wird der Wettbewerb von zahlreichen weiteren Organisationen unterstützt. Dazu zählen die Europäische Kommission, die Deutsche Krebshilfe, die Deutsche Herzstiftung, der Bundesverband der Betriebskrankenkassen und in NRW die AOK. Die Organisation des Wettbewerbs erfolgt über das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT) Nord in Kiel.

    Die Ergebnisse einer von der BZgA im Jahr 2004 durchgeführten Befragung machen den Erfolg bei der Förderung des Nichtrauchens deutlich, Nichtrauchen liegt bei Jugendlichen im Trend. Die Raucherquote bei den 12- bis 17-Jährigen ist im Vergleich zum Jahr 2001 um 5 Prozentpunkte gesunken und beträgt jetzt nur noch 23 Prozent. Diese Tendenz ist sowohl bei den weiblichen als auch bei den männlichen Jugendlichen festzustellen: Bei den Mädchen im Alter von 12- bis 17-Jahren ist das Rauchen zwischen 2001 und 2004 von 28 Prozent auf 23 Prozent zurückgegangen, bei den Jungen von 27 Prozent auf 24 Prozent.

    Zur Unterstützung von Schulen auf dem Weg zur Rauchfreiheit bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung umfangreiches Informationsmaterialien für Schüler und Arbeitshilfen für Lehrkräfte an. Alle Materialien sind kostenlos und können unter folgender Adresse bestellt werden:

     

    Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

    51101 Köln

    Fax: 0221-8992257

     e-mail: order@bzga.de

    www.bzga.de

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