
Passivrauchen für Kinder besonders schädlich - Neuer "rauchfrei"-Spot der BZgA
"Kinder rauchen mit" heißt der neue TV-Spot, mit dem die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Eltern und andere Erwachsene auf die Gefahren des Passivrauchens besonders für Kinder hinweisen will. Etwa zwei Drittel aller Sechs- bis Dreizehnjährigen leben in einem Haushalt, in dem mindestens eine Person raucht. Da die gesundheitlichen Schäden des Passivrauchens bei Kindern noch gravierender sind als bei Erwachsenen, hat die BZgA gerade dieses Thema filmisch aufgegriffen. So zeigt der Spot ein Schulkind, das zuhause mitrauchen muss. Der Vater inhaliert den Rauch einer Zigarette und die Tochter atmet ihn aus. So wird veranschaulicht, dass das Kind beim Passivrauchen den Rauch genauso inhaliert, als ob es selbst rauchen würde. Dadurch wird die Gesundheitsschädlichkeit des Rauchens eindrücklich vor Augen geführt.
Der elterliche Raucherhaushalt ist die Hauptquelle für die kindliche Tabakrauch-Belastung, und Tabakrauch ist der mit Abstand gefährlichste und am weitesten verbreitete Innenraum-Schadstoff. Man schätzt, dass in Deutschland 8,4 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter bis 17 Jahren in Haushalten mit mindestens einer rauchenden Person aufwachsen. Säuglinge und Kleinkinder sind besonders gefährdet. Aber auch im späteren Kindes- und Jugendalter hat Passivrauchen eindeutig nachweisbare negative Folgen für die Gesundheit.
Weil sich Rauchpartikel auf Möbeln, in Gardinen und Teppichen absetzen, schafft das Lüften von Wohnräumen, in denen geraucht wird, keine Abhilfe. Deshalb empfiehlt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, in Räumen, die von Kindern mitbewohnt werden, auf gar keinen Fall zu rauchen. Letztlich ist der Rauchverzicht der einzig wirklich konsequente Schritt, um Kinder vor Passivrauchen zu schützen.
Die BZgA bietet Informations- und Beratungsangebote zum Rauchausstieg an. Darauf wird am Ende des Spots hingewiesen. So finden alle Raucherinnen und Raucher unter www.rauchfrei-info.de ein Ausstiegsprogramm, das Aufhörwillige über mehrere Wochen beim Rauchausstieg begleitet. Die telefonische Beratung zum Rauchausstieg ist unter 01805 - 31 31 31 (12 Cent/Minute) erreichbar.
Der neue Spot "Kinder rauchen mit" kann auf www.bzga-avmedien.de angesehen werden. Er ergänzt das breit gefächerte Informationsangebot der BZgA zum Thema Passivrauchen. Dazu gehören die Broschüren "Ich bekomme ein Baby. Rauchfrei in der Schwangerschaft" und "Das Baby ist da. Ratgeber für Mütter und Väter" sowie das Faltblatt "Ihr Kind raucht mit". Die Informationsmaterialien unterstützen Eltern dabei, dass ihre Kinder von Anfang an rauchfrei aufwachsen können. Alle Broschüren sind kostenlos erhältlich unter folgender Adresse: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, e-mail: order@bzga.de
Weitere Informationen unter www.rauchfrei-info.de
Fakten zum Passivrauchen:
Der vom Passivraucher eingeatmete Tabakrauch entweicht als so genannter Nebenstromrauch direkt aus dem Glutkegel der Zigarette. Die Konzentration von Schadstoffen ist im Nebenstromrauch teilweise noch höher als in dem vom Raucher inhalierten Hauptstromrauch. Dies gilt z.B. für die Schadstoffe Ammoniak, Cadmium und Benzol. Kinder, die regelmäßig mitrauchen müssen, laufen Gefahr, die für Raucher typischen akuten und chronischen Gesundheitsschäden zu bekommen. Besonders stark betroffen sind sie von Augenreizungen, Husten, Heiserkeit und Halsschmerzen, Schwindel und Übelkeit. Auch verlaufen bei Kindern aus Raucherhaushalten die üblichen Kinderkrankheiten im Durchschnitt schwerer. Es kommt öfter zu Komplikationen mit dem Risiko der Dauerschädigung, beispielsweise bei Mittelohrentzündungen. Die gravierenden langfristigen Folgen des Passivrauchens ähneln denen des Rauchens: Es kann im späteren Erwachsenenalter zu Krebserkrankungen, insbesondere der Atemwege, und zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommen.
Quelle: BZgA





















