
Durch das Rauchen sterben jährlich 300.000 Menschen in Russland
In Russland sterben jährlich ca. 300 000 Menschen an den Folgen ihres Tabakkonsums. Etwa 60 bis 65 Prozent der Erwachsenen und rund die Hälfte der Jugendlichen sind Raucher. Dies sagte Tatjana Jakowlewa, Vorsitzende des zuständigen Ausschusses der Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments), in einem Gespräch mit RIA Novosti anlässlich des Weltnichtrauchertages, der am 31. Mai begangen wurde.
Die russischen Parlamentarier schlagen ihr zufolge ein staatliches Programm vor, um den Kampf gegen die üble Gewohnheit zu verstärken. "Das Rauchen gehört laut Weltgesundheitsorganisation zu den häufigsten Todesursachen. Jährlich sterben daran Millionen Menschen weltweit. Viele Staaten haben diese Gefahr erkannt. Nun ist Russland dran", äußerte Jakowlewa. Das durchschnittliche Sterbealter (56 Jahre bei Männern und 65 Jahre bei Frauen) in Russland könne kaum erhöht werden, "ohne dass wir die Rauchepidemie stoppen", erklärte sie. Das Rauchen sei unmittelbar mit Herz- und Gefäß- sowie Krebskrankheiten verbunden, die unter den Todesursachen in Russland dominieren."
Neben den rechtlichen Maßnahmen wie Geldstrafen oder Werbebeschränkung müsse Russland die Rahmenkonvention der UNO zur Bekämpfung des Rauchens ratifizieren, die 2003 verabschiedet wurde und seit 27. Februar 2005 in Kraft ist, urteilte die Abgeordnete. Die Konvention vereinigt 178 Staaten. Russland und weitere 16 Länder, hauptsächlich afrikanische, traten dem Übereinkommen bisher nicht bei. Mit der Ratifizierung der Konvention übernimmt der jeweilige Staat die Verpflichtung, binnen fünf Jahren die Werbung von Tabakwaren zu beschränken oder gar zu verbieten. In "Russland sind die Interessen der Wirtschaft nach wie vor wichtiger als die Gesundheit der künftigen Generationen", stellte Jakowlewa fest.
Quelle: RIA Novosti (Russian News and Information Agency)





















