
Experten warnen: Wasserpfeifen noch schädlicher als Zigaretten
Etwa 5 Millionen Menschen sterben nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an den Folgen des Rauchens. Die meist verbreitete Form ist dabei das Zigarettenrauchen. Aber auch das Rauchen der Wasserpfeife - traditionell Shisha genannt - ist gesundheitsschädlich. In einer Studie schätzt das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), dass rund um den Globus circa 100 Millionen Menschen den Tabak aus den langen Schläuchen rauchen – vor allem in Nordafrika und Südwestasien.
Dabei sind sich die Raucherinnen und Raucher der schädlichen Wirkung des Wasserpfeife-Rauchens aber oft nicht bewusst. Laut der Studie kann die Wasserpfeife nicht nur schnell ein Einstiegsmittel in die Nikotinsucht werden, ihr Schadstoffgehalt ist auch viel höher. Zwar sind grundsätzlich die Bestandteile im Rauch von Shishas und Zigaretten gleich, bei der Menge und bei der Qualität gibt es aber sehr deutliche Unterschiede. So ist im Rauch der Wasserpfeife neben erheblich mehr Nikotin auch mehr Beryllium, Chrom, Cobalt, Blei und Nickel enthalten. Unterschiede ergeben sich auch durch die Dauer des Rauchvorgangs: ca. 5 Minuten bei der Zigarette und etwa 50 Minuten bei der Wasserpfeife. Durch die Verwendung von Kohlestückchen beim Abbrennen des Tabaks kann zudem Kohlenmonoxid entstehen, das die Sauerstoffaufnahme ins Blut verhindert. Mögliche Folgen sind Krebs in der Lunge und im Mundbereich sowie Herzerkrankungen.
Auch die Schweizer Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme warnt davor, die Wirkung der Wasserpfeife zu unterschätzen. Vor allem die weit verbreitete Annahme, beim Shisha-Rauchen würden die Schadstoffe durch das Wasser herausgefiltert, sei ein Irrtum.
Quellen: www.tabakkontrolle.de www.aerztezeitung.de www.sfa-ispa.ch





















