
Passivrauchen lebensgefährlich - schon geringe Dosis genügt
Die Gefahren des Passivrauchens werden in der Öffentlichkeit noch immer vielfach unterschätzt. Darauf hat der oberste Amtsarzt der USA, Richard Carmona, in einem neuen, umfangreichen Bericht hingewiesen. Danach sei es wissenschaftlich erwiesen, dass das erzwungene passive Mitrauchen von Zigaretten nicht nur ein Ärgernis sei. Es stelle vielmehr ein "alarmierendes" Gesundheitsrisiko dar, das bei Zehntausenden Passivrauchern zum frühzeitigen Tod geführt habe und zudem Herz- und Lungenkrankheiten verursachen könne.
Carmona sagte, es sei eine falsche Annahme, dass geringe Mengen Tabakrauch unschädlich für Passivraucher wären. Vor allem für Menschen mit Herz- und Atemwegserkrankungen bedeute selbst kurzzeitiges Einatmen von Tabakrauch ein erhöhtes Risiko. Die Gefahr von Herzerkrankungen steige durch Passivrauchen um 25 bis 30 Prozent. Das Krebsrisiko erhöhe sich um 20 bis 30 Prozent. Vor allem habe man bislang die Gefährlichkeit von Passivrauchen für die Gesundheit und Entwicklung von Kindern unterschätzt. Allein im vergangenen Jahr habe es in den USA 430 Fälle von plötzlichem Kindstod gegeben, die auf Passivrauchen zurückzuführen seien. 22 Prozent der amerikanischen Kinder müssten in Häusern leben, in denen geraucht werde.
Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Der Spiegel
The Health Consequences of Involuntary Exposure to Tobacco Smoke: A Report of the Surgeon General http://www.surgeongeneral.gov/library/secondhandsmoke/)





















