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    Psychische Belastungen und Krankheiten durch Passivrauch

    12.07.10

    Menschen, die häufig Passivrauch ausgesetzt sind, haben ebenso wie Raucherinnen und Raucher ein erhöhtes Risiko, unter psychischen Belastungen und Krankheiten zu leiden. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des University College London in einer Studie, an der 5.560 Nichtraucherinnen und Nichtraucher sowie 2.595 Rauchende teilnahmen.

    Dass Tabakrauch für Nichtraucherinnen und Nichtraucher sehr gesundheitsschädlich ist, konnte bereits in vielen wissenschaftlichen Arbeiten nachgewiesen werden. Doch der Passivrauch stellt nicht nur für den Körper, sondern auch für die Psyche eine Gefahr dar. Um die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit zu untersuchen, mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie einen Fragebogen über mögliche psychische Probleme ausfüllen. Parallel wurden über einen Zeitraum von 6 Jahren Einweisungen in psychiatrische Krankenhäuser untersucht. Dabei wurde die Belastung durch Passivrauch bei Nichtraucherinnen und Nichtrauchern durch das Vorhandensein von Cotinin – dem Hautprodukt, das bei der Umwandlung von Nikotin im Körper entsteht – nachgewiesen. Insgesamt berichteten 14,5 Prozent der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer von psychischen Problemen. Dabei waren Nichtraucherinnen und Nichtraucher, die häufig Passivrauch ausgesetzt waren, häufiger von psychischen Belastungen betroffen, als Personen, bei denen kein Cotinin nachgewiesen werden konnte.

    Demzufolge besteht bei Nichtrauchenden, die häufig Passivrauch ausgesetzt sind ebenso wie bei Raucherinnen und Rauchern eine erhöhte Gefahr, wegen Depressionen, Schizophrenie, Delirium oder anderen psychiatrischen Erkrankungen im Krankenhaus behandelt werden zu müssen.

    „Zusammengefasst unterstreichen unsere Studienergebnisse neueste Erkenntnisse, die Anhaltspunkte für einen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Nikotin und deren Auswirkungen auf die psychische Gesundheit nachgewiesen haben“, so die Autorinnen und  Autoren der Studie. 

    Wenn du mehr darüber erfahren willst, welche Folgen das Rauchen auslösen kann, dann schau auf Folgeschäden vorbei.

    Quelle:

    Mark Hamer, Emmanuel Stamatakis, G. David Batty: Objectively Assessed Secondhand Smoke Exposure and Mental Health in Adults. JAMA and Archives Journals. www.archpsyc.ama-assn.org/cgi/content/short/2010.76 (Abgerufen am 23.06.2010)

    Secondhand Smoke Associated With Psychiatric Distress, Illness. ScienceDaily vom 08.06.2010.www.sciencedaily.com/releases/2010/06/100607165625.htm (Abgerufen am 23.06.2010)

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