
Rauchen immer unbeliebter
In der EU greifen immer weniger Menschen zur Zigarette. Nur noch 27 Prozent der Europäer haben im Herbst 2005 geraucht, dies entspricht einem Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zu 2002. Insgesamt 80 Prozent der Europäer wünschen sich ein Rauchverbot an öffentlichen Orten. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der jüngsten Umfrage der Europäischen Kommission zum Thema Rauchen.
EU-Kommissar, Markos Kyprianou, zuständig für Gesundheit und Verbraucherschutz, sagte: "Ich freue mich, dass Rauchen auf immer stärkere Ablehnung in der EU stößt. Rauchen ist dumm, es schadet dir und den Menschen in deiner Umgebung. Ich rufe die Mitgliedstaaten auf, härtere Maßnahmen gegen den Tabakkonsum zu ergreifen, die Umfrage zeigt, dass die Öffentlichkeit hinter ihnen steht."
2002 rauchten 33 Prozent der EU-Bevölkerung, im Jahr 2005 waren es 27 Prozent. Die Anzahl der Menschen, die noch nie geraucht haben, ist seit 2002 von 42 Prozent auf 47 Prozent gestiegen. 57 Prozent der Frauen und 35 Prozent der Männer haben noch nie geraucht.
Die Zahl der Menschen, die mit dem Rauchen aufgehört haben, ist von 19 Prozent auf 22 Prozent gestiegen. Frauen und junge Leute rauchen am wenigsten. Diese Gruppen weisen auch den markantesten Rückgang auf, obwohl es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten gibt.
75 Prozent der Bevölkerung wissen, dass Passivrauchen gefährlich sein kann. Junge Menschen fühlen sich durch die negativen Aspekte des Tabakrauchs, wie den Geruch, am stärksten belästigt. 56 Prozent der Menschen befürworten ein Rauchverbot in Restaurants.
Die EU-Kommission hat eine Reihe von Aktionen anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai gefördert. So eröffneten an diesem Tag in 25 Mitgliedssaaten HELP-Zelte, in denen kostenfreie Kohlenmonoxid-Tests angeboten werden. Bis Ende 2006 will Brüssel ein Grünbuch zu rauchfreien Zonen vorlegen, das sich mit den Auswirkungen des Passivrauchens befasst.
Quelle: Europäische Kommission





















