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    Schulprogramm für Nichtraucher beginnt wieder

    Wettbewerb "Be Smart - Don't Start" seit 10 Jahren erfolgreich

    06.10.06

    In Deutschland zeichnet sich ein gesellschaftlicher Wandel ab: Nichtrauchen und der Schutz vor dem Passivrauchen sind im Trend. Immer mehr junge Menschen widersetzen sich dem Gruppendruck und falschen Vorbildern und sagen ganz bewusst "nein" zum Rauchen. Dabei hilft ihnen der internationale Wettbewerb zum Nichtrauchen "Be Smart - Don't Start". Im November 2006 startet das Programm in das Schuljahr 2006/2007 - zum 10. Mal in Deutschland. "Der Wettbewerb hat mittlerweile weit über eine Million Schülerinnen und Schüler erreicht", sagte Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, anlässlich der Vorstellung des diesjährigen Programms. "Wir laden alle Sechs- bis Achtklässler ein, sich zu beteiligen."

    Interessierte Schulklassen aus den Jahrgansstufen sechs bis acht können sich bis zum 13. November 2006 für die Teilnahme bei "Be Smart - Don't Start" anmelden. Bis zum 27. April 2007 sollen die Schüler dann beweisen, dass sie rauchfrei leben können. Dabei erhalten sie prominente Unterstützung: "Als Bundesliga-Spielerin weiß ich, wie wichtig es ist, nicht zu rauchen", so Britta Carlson von Turbine Potsdam (Frauenfußball-Bundesliga) und Nationalspielerin bei einer Pressekonferenz heute, am 5. Oktober 2006, in Berlin. "Ich fühle mich fit und bin ein rauchfreies Vorbild für junge Menschen."

    Die Regeln des Wettbewerbs sind einfach: Mindestens 90 Prozent der Schüler einer Klasse entscheiden sich dafür, am Wettbewerb teilzunehmen. Die Klassen verpflichten sich, ein halbes Jahr lang nicht zu rauchen. Wenn mehr als zehn Prozent der Schüler einer Klasse rauchen, scheidet diese Klasse aus dem Wettbewerb aus. Wer ein halbes Jahr lang rauchfrei war, nimmt an einer Lotterie teil, bei der Geld- und Sachpreise verlost werden. Der Hauptpreis ist eine Klassenreise.

    Die Deutsche Krebshilfe unterstützt "Be Smart - Don't Start" seit vier Jahren. Für die Organisation ist der Wettbewerb ein gutes Beispiel, wie schulische Suchtprävention funktionieren kann: "Die Aufklärung über die Gefahren des Tabakkonsums und begleitende Schulprojekte sind überaus wichtig. Wir wollen mit effektiven Programmen wie "Be Smart - Don't Start" dafür sorgen, dass Schüler Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen. Der Wettbewerb ist eine sinnvolle Ergänzung zu schulischen Rauchverboten, die bereits in vielen Bundesländern eingeführt wurden", so Schipanski.

    "Ein wesentliches Präventionsziel der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist es, junge Menschen von den Vorteilen des Nichtrauchens zu überzeugen", erklärte BZgA-Direktorin Dr. Elisabeth Pott. "Damit waren wir in den letzten Jahren sehr erfolgreich". Rauchten im Jahr 2001 noch 28 Prozent der 12- bis 17-Jährigen, sind es im Jahr 2005 nur noch 20 Prozent. Damit erreicht das Rauchverhalten bei Jugendlichen einen Tiefstand wie zu Beginn der 90-er Jahre. "Diese Entwicklung wollen wir weiter fortsetzen, indem wir Schüler, aber auch Lehrer und Eltern von der Richtigkeit der Entscheidung für eine "rauchfreie Schule" überzeugen. Vor diesem Hintergrund unterstützt die BZgA auch im Schuljahr 2006/2007 den Schulklassenwettbewerb "Be Smart -  Don't Start", so Pott weiter.

    Für die AOK ist es wichtig, dass in Schulen alle Kinder, auch diejenigen aus sozial benachteiligten Familien, erreicht werden. "Be Smart - Don't Start" ist für uns ein Beispiel für erfolgreiche schulische Gesundheitsförderung vor Ort, weil Gesundheitsbewusstsein und gesundes Verhalten in der Klasse erlernt und erlebt werden", sagte Udo Barske, Pressesprecher des AOK-Bundesverbands.

    Der Wettbewerb zum Nichtrauchen "Be Smart - Don't Start" wird gefördert durch die Deutsche Krebshilfe, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), den AOK-Bundesverband und mehrere AOKs, die Europäische Kommission, die Deutsche Herzstiftung und die Deutsche Lungenstiftung sowie weitere öffentliche und private Institutionen. Die Idee zum Wettbewerb entstand 1989 in Skandinavien. Seit 1997 führt das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung in Kiel (IFT-Nord) den Wettbewerb auch in Deutschland durch. Damals startete "Be Smart - Don't Start" mit 462 Schulklassen, heute nehmen weit über 10.000 Klassen pro Schuljahr teil.

    Anmeldungen und Informationen zu "Be Smart - Don't Start" erhalten Interessierte beim Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung, Düsternbrooker Weg 2, 24105 Kiel, Telefon 0431/5702944, Fax 0431/5702929, E-Mail: besmart@ift-nord.de, Internet: www.besmart.info

     

     

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