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    US-Gericht folgt europäischem Vorbild: "Light"-Zigaretten vor dem Aus

    28.08.06

    Ein US-Bundesgericht sieht es als erwiesen an, dass große Zigarettenhersteller die Risiken des Rauchens über Jahre hinweg "verniedlicht" haben. Richterin Gladys Kessler rügte unter anderem, dass die Konzerne mit Begriffen wie "niedriger Teergehalt" oder "leicht" den Eindruck erweckt hätten, es gebe eine quasi gesunde Form des Rauchens. Auf Grund des Urteils wird es in den USA künftig verboten sein, Zigaretten mit der Bezeichnung "Light" zu verkaufen. Außerdem müssen die angeklagten Unternehmen, unter denen sich alle bekannten US-Tabakriesen wie Philip Morris (Marlboro) und Reynolds (Camel) befinden, in TV-Spots und großen Zeitungsanzeigen über die Schädlichkeit des Zigarettenkonsums aufklären.

    Mit dem Verbot irreführender Produktbezeichnungen folgen die Vereinigten Staaten dem Vorbild Europas. Hier gilt seit Oktober 2003: "Begriffe, Namen, Marken und bildliche oder sonstige Zeichen, die den Eindruck erwecken, dass ein bestimmtes Tabakerzeugnis weniger schädlich als andere sei", dürfen auf der Verpackung nicht verwendet werden.

    Am Kiosk gibt es seither die "Light" offiziell nicht mehr. Weder auf der Schachtel dürfen verharmlosende Begriffe stehen noch in Preislisten oder in der Werbung. Die Tabakkonzerne haben darauf mit einer Farbenlehre der besonderen Art reagiert. Sie haben die unterschiedlichen Formate ihrer Marken umgetauft und bezeichnen die ehemaligen "Lights" nun wahlweise als gold, silver, weiß oder blond.

    Quelle: Frankfurter Rundschau

     

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