
USA: Mehr Nikotin in Markenzigaretten
Zahlreiche Markenzigaretten in den USA haben laut einer amerikanischen Studie heute einen höheren Nikotingehalt als Ende der neunziger Jahre. Von 1998 bis 2004 sei die Nikotinmenge in den meisten Markenzigaretten um durchschnittlich fast zehn Prozent (von 1,72 auf 1,89 Milligramm pro Zigarette) gestiegen, so das Gesundheitsministerium des Bundesstaates Massachusetts. Das Ministerium hat die Tabakkonzerne zur Offenlegung der Nikotinwerte verpflichtet. Bei 52 der 116 getesteten Marken sei der Wert sogar um mehr als zehn Prozent gestiegen. Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass ein höherer Nikotingehalt es schwerer macht, mit dem Rauchen aufzuhören.
In Deutschland können Tabakkonzerne den Nikotinwert von Zigaretten nicht einfach erhöhen. Die seit Dezember 2002 geltende Tabakprodukt-Verordnung schreibt für alle Zigarettenhersteller einen festen Nikotingrenzwert von 1,0 Milligramm je Zigarette vor. Unabhängig davon steuert jedoch jeder, der schon länger raucht, seine Nikotinaufnahme selbst - weitgehend losgelöst vom angegebenen Nikotingehalt der Zigarette. Ist der gering, dann rauchen die Raucherin oder der Raucher einfach mehr und intensiver. Wenn es zum Beispiel nur fünf Zigaretten am Tag gibt, wird aus diesen dann einfach die dreifache Nikotinmenge herausgeholt. Auch der Umstieg auf Zigaretten mit weniger Nikotin führt lediglich dazu, dass entweder häufiger geraucht oder tiefer und intensiver inhaliert wird.
Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, www.rauchfrei-info.de, www.bzga.de





















