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    Weltdrogentag 2006: Suchtprävention - je früher, desto besser!

    Drogenbeauftragte Sabine Bätzing begrüßt das 200.000ste Kind beim Programm "Klasse2000"

    27.06.06

    Passend zum gestrigen Weltdrogentag der Vereinten Nationen, der in diesem Jahr unter dem Motto "Drogen sind kein Kinderspiel!" stand, würdigt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, das Projekt "Klasse2000". Dabei handelt es sich um das bundesweit größte Programm zur Gesundheitsförderung sowie Gewalt- und Suchtvorbeugung an der Grundschule. Seit 1992 hat es über 360.000 Kinder erreicht. Jetzt nehmen erstmals über 200.000 Kinder gleichzeitig in einem Schuljahr an dem Programm teil - doppelt so viele wie vor vier Jahren.

    "Ich gratuliere zu diesem Teilnahmerekord", erklärt Bätzing anlässlich ihres Besuches in der Hermann-Herzog-Grundschule in Berlin und begrüßte vor allem die Kinder der Klasse 1/2d, mit deren Anmeldung die Zahl 200.000 überschritten wurde. "Wir wissen heute, dass Prävention nicht früh genug ansetzen kann. Deshalb ist Prävention in der Grundschule ein richtiger und Erfolg versprechender Weg. Vorbeugen ist besser als heilen. 'Klasse2000' setzt ein, bevor gesundheitsschädigende Verhaltensweisen entstehen und versetzt Kinder in die Lage, auch als Jugendliche und Erwachsene gesund zu leben.

    Beispiel Rauchen: Wer als junger Mensch nicht anfängt zu rauchen, bleibt meistens auch als Erwachsener Nichtraucher. Der bei 'Klasse2000' verfolgte Lebenskompetenzansatz, der auch von der Kampagne 'Kinder stark machen' der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verfolgt wird, ist nicht nur sympathisch, sondern in seiner präventiven Wirkung auch als erfolgreich anerkannt," erklärt Bätzing. Das Unterrichtsprogramm von "Klasse2000" begleitet Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse. Pro Schuljahr führen die Lehrkräfte ca. 12 "Klasse2000" - Stunden durch. Weitere zwei bis drei Unterrichtseinheiten gestalten geschulte "Klasse2000" - Gesundheitsförderer, deren Besuche den Kindern besonders viel Spaß machen.

    Neben Themen wie Bewegung, Ernährung und Funktionen des Körpers geht es "Klasse2000" auch darum, das Selbstwertgefühl der Kinder zu stärken und sie fit zu machen für ein Leben ohne Suchtmittel: Starke Kinder brauchen keine Drogen und können Konflikte ohne Gewalt lösen. "Klasse2000" verzichtet dabei auf Belehrungen und den erhobenen Zeigefinger, vielmehr können die Kinder selbst erfahren, wie viel Spaß es macht, gesund zu leben.

     "Klasse2000" wird vom gleichnamigen gemeinnützigen Verein getragen und finanziert sich ausschließlich über Spenden, meist in Form von Patenschaften für einzelne Klassen. Der Patenschaftsbetrag liegt ab dem Schuljahr 2006/07 bei 240 Euro pro Klasse und Schuljahr. Als Paten engagieren sich z.B. Eltern, Lions Clubs, Ärzte, Firmen oder Privatpersonen. Neue Paten werden immer gesucht.

    Weitere Informationen:
    Verein Programm Klasse2000 e.V.
    Feldgasse 37, 90489 Nürnberg
    Tel. 0911/89 12 10, fax 0911/89 121 30
     info@klasse2000.de, www.klasse2000.de


    Quelle: Pressemitteilung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung

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