
Duftbaum verstärkt Gefährdung durch Tabakrauch
Zwei Argumente gegen das Rauchen werden oft zitiert. Zum einen schadet es natürlich der Gesundheit. Außerdem stört viele der Geruch nach dem kalten, abgestandenen Zigarettenqualm. Gerade deshalb haben viele Raucherinnen und Raucher ein sogenanntes „Duftbäumchen“ in ihrem Auto hängen – ohne zu wissen, wie gefährlich das ist.
„Der Duftbaum im Auto eines Rauchers oder einer Raucherin wird zum wahren Krebs-Turbo“, warnt Michael P. Jaumann, Vorsitzender des Deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, auf dem Verbandskongress im Mannheimer Rosengarten: „Der Duftbaum multipliziert das Risiko von Rauchern, an Krebs zu erkranken.“
Die Duftbäume verströmen Gase, die speziell für Raucherinnen und Raucher schädlich sind. Am besten sollte man deshalb auf dieses Accessoire verzichten.
Der dreitägige Kongress der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte zählt rund 1400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, Belgien, Dänemark, Tschechien und aus der Schweiz. Die Ärzteschaft schlägt Alarm: Nicht nur die Duftbäumchen machen den (auch passiv-) rauchenden Menschen zu schaffen. Duftkerzen und Öllämpchen gelten als genauso gefährlich. Auch neue Teppiche, neue Möbel, Computer und Laserdrucker sind nicht ohne Risiko, weil sie ebenfalls ungesunde Gase abgeben können. Insgesamt sollte man alles meiden, was künstliche Aromen abgibt. Natürlich kann man jetzt nicht die Wohnung oder das Büro komplett ausräumen. Deshalb ein recht einfacher, aber wirkungsvoller Tipp der HNO-Ärztinnen und Ärzte: Man sollte so oft wie möglich lüften.
Quelle: Rhein Neckar Zeitung





















