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    Ex-Raucherinnen und -Raucher müssen nicht zunehmen

    03.09.07

    Viele Raucherinnen und Raucher wollen die Zigarette gern an den Nagel hängen, haben aber Sorge, dadurch an Gewicht zuzulegen. Doch das muss nicht sein, wenn man die gefürchteten Heißhungerattacken klug bekämpft. So sieht es die Leiterin der Abteilung Krebsprävention im Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg, Martina Pötschke-Langer. Wenn einen der Hunger anfällt, sollte man reichlich Wasser trinken oder rohes Obst und Gemüse essen. Abhilfe würden auch Kaugummis, Lutschtabletten oder Pflaster mit Nikotinersatzstoffen schaffen.

     

    Durchschnittlich nehmen ehemalige Raucherinnen und Raucher in der Entwöhnungsphase zwei bis vier Kilogramm zu, weiß die Medizinerin aus ihrer Praxis. Nach etwa drei Monaten habe sich der Organismus an den neuen Zustand gewöhnt und das Gewicht reguliere sich meist von selbst wieder.

     

    Auch sportliche Betätigung schütze vor allzu vielen Pfunden. Denn beim Rauchen verbrennt der Körper bis zu 200 Kilokalorien am Tag. Diese müssten jetzt mit dem Fahrrad, beim Joggen oder einem strammen Spaziergang verbraucht werden.

     

    Problematisch wird die Entwöhnung, wenn das Rauchen vor allem zur Gewichtsregulierung missbraucht wurde. Gerade junge Frauen würden versuchen, ihr Gewicht dadurch niedrig zu halten und Hungergefühle zu unterdrücken. Für den Körper sei das desaströs. Die Betroffenen sollten, so Pötschke-Langer, professionelle Hilfe aufsuchen und sich mit der Unterstützung von Fachleuten das Rauchen abgewöhnen. Denn es sei weniger gesundheitsschädigend, zwei bis drei Kilogramm mehr auf die Waage zu bringen, als täglich die vielen Gifte der Zigaretten zu inhalieren.

     

    Quelle: LexisNexis

     

     

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