
Nikotin hält Baby wach
Wenn die Mutter während der Stillzeit nicht auf Zigaretten verzichtet, hat das direkte Auswirkungen auf das Schlafverhalten ihres Babys. Denn über die Milch nehmen die Kleinen das Nikotin auf. Dies ergab die Studie an 15 Mutter-Kind-Paaren eines US-amerikanischen Forscherteams um Julie A. Mennella, die nun in der Fachzeitschrift Pediatrics (2007, 120: 497-502) erschien.
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler überprüften, welche Konsequenz das Rauchen einer stillenden Mutter auf ihr Kind hat. Dazu kontrollierte das Team das jeweilige Verhalten der Babys nach dem Trinken von nikotinfreier Milch, beziehungsweise von Muttermilch nachdem die Frauen geraucht hatten.
Die Kleinen ließen sich die Milch nach dem Rauchen zwar ebenso schmecken wie die nikotinfreie und tranken die gleiche Menge. Jedoch hatte das Nikotin eine andere Wirkung: Die Säuglinge schliefen wesentlich kürzer und wurden in der Folge unruhig und unzufrieden.
Viele Frauen glauben, so die Autoren, dass Nikotin ihr Kind nicht schädigt, solange es nicht passiv mitraucht. Die aktuellen Daten würden belegen, dass dies ein Irrtum sei: Die Milch einer rauchenden Frau verkürzt vor allem die aktiven Schlafphasen des Nachwuchses, aber auch der Tiefschlaf leidet unter dem mütterlichen Laster.
Quelle: Medical Tribune, Pediatrics (2007, 120: 497-502)





















