
Rauchverbot in Restaurants macht Teenager abstinent
Das Rauchverbot in Gaststätten kann viele Jugendliche davor bewahren, zu dauerhaften und abhängigen Raucherinnen und Rauchern zu werden.
Diesen Effekt konnte eine neue Studie aus den USA aufzeigen. Im US-Staat Massachusetts ist es den einzelnen Gemeinden und Städten überlassen, ob sie das Rauchen in Gaststätten erlauben oder nicht. Zwischen einem strengen Verbot und absoluter Freizügigkeit gibt es viele Zwischenstufen. Deswegen konnte ein Forscherteam von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Boston University untersuchen, welchen Einfluss die Verbote auf das Rauchverhalten von Teenagern haben. Sie befragten fast 4.000 Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren aus 301 Orten über einen Zeitraum von vier Jahren hinweg mehrmals. Während dieser vier Jahre waren 9,3 Prozent zu dauerhaften Raucherinnen und Rauchern geworden.
Wie hoch der Anteil der Raucherinnen und Raucher war, hing sehr stark von den Gesetzen zum Rauchverbot in den Gaststätten vor Ort ab. Die Gefahr, permanent zu rauchen, ist in den Orten mit strengen Verboten um ganze 40 Prozent niedriger als in den Orten ohne Verbote. Die Jugendlichen in den Orten mit strengen Verboten lassen sich zwar auch nicht davon abhalten, Zigaretten zu probieren. Aber der Übergang vom gelegentlichen Rauchen zur festen Gewohnheit passiert nur halb so häufig wie an Orten ohne Verbot. Dieses Ergebnis könnte das Rauchverbot in Gaststätten die effektivste Methode sein, Jugendliche vor einer Tabakabhängigkeit zu bewahren. Das Rauchverbot scheint eine gute Signalwirkung zu haben und zeigt Jugendlichen, dass Rauchen gesellschaftlich „nicht angesagt“ ist.
Quelle: Ärzteblatt online





















