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Reduzierter Tabakkonsum unter den Jugendlichen ist das Highlight des Drogen- und Suchtberichts 2008

07.05.08

Der „Drogen- und Suchtbericht 2008“ der Bundesregierung wurde am 5. Mai in Berlin von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Sabine Bätzing, vorgestellt. In dem jährlich vorgestellten Bericht wird aufgezeigt, welche und wie viele Drogen die Deutschen zu sich nehmen. Demnach gefährden Millionen Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ihre Gesundheit, weil sie rauchen, zuviel Alkohol trinken oder Drogen nehmen. Eine der erfreulichen Nachrichten war der Rückgang im Bereich des Tabakkonsums bei Jugendlichen.

Dem Drogen- und Suchtbericht zufolge rauchen in Deutschland etwa 16 Millionen Menschen. Das macht über ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung aus. Den Erwachsenen weit voraus sind die Jugendlichen, denn die finden das Rauchen immer uncooler und immer weniger junge Leute greifen zum Glimmstengel. 2001 gab es noch einen Anteil von 28 % Rauchenden untern den Jugendlichen. Der hat sich nun deutlich verringert, im Jahr 2007 lag er bei 18 %.

Außerdem wurde berichtet, dass die Zahl der aktuell täglich gerauchten Zigaretten umso größer ist, je früher jemand mit dem Rauchen anfängt. Deswegen ist es wichtig, vorbeugende Maßnahmen bei Kinder und Jugendlichen durchzuführen, damit erst gar nicht mit dem Rauchen angefangen wird. Solche Maßnahmen sind beispielsweise die Rauchverbote an Schulen, die zum Jahresbeginn eingeführt worden sind und die schon erste Erfolge zeigen. Es gibt eine ganz neue Studie aus Hamburg, in der bewerteten die befragten Schülerinnen und Schüler das Rauchverbot an Schulen überwiegend als gute Sache. Ein Drittel der rauchenden Schülerinnen und Schüler gab an, deshalb das Rauchen zumindest in der Schule aufgegeben zu haben, 17% haben sogar ganz damit aufgehört.

Eine andere wichtige Maßnahme war die Einführung des Chipkartensystems mit Altersbegrenzung an allen Zigarettenautomaten in Deutschland. Damit hat man geschafft, dass sich immer weniger Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren Zigaretten beschaffen. Außerdem hat sich seit der Umrüstung der Automaten auf das Chipsystem die Anzahl der Zigarettenautomaten in Deutschland von 835.000 auf 470.000 fast halbiert. Vom kommenden Jahr an dürfen Tabakwaren auch nicht mehr an Minderjährige verkauft werden, die Altersgrenze für die Abgabe von Tabakwaren wird auf 18 Jahre angehoben.

Diese ersten Erfolge im Tabakbereich sollen weiterentwickelt und gestärkt werden.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

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