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    Passivrauchen schadet auch ungeborenen Babys

    08.09.08

    Es ist erwiesen, dass Rauchen in der Schwangerschaft das ungeborene Kind schwer belastet. Trotzdem werden jedes Jahr in Deutschland über 100.000 Kinder geboren, die bereits im Mutterleib den Schadstoffen aus der Zigarette ausgesetzt waren.

    Jede fünfte Schwangere raucht weiter. Vor allem unter den jungen Schwangeren ist ein erschreckend hoher Anteil an Raucherinnen zu finden. Hier sind es gerade mal 9%, die das Rauchen aufhören, sobald sie erfahren, dass sie schwanger sind. Im Vergleich dazu hört unter den 25-30 Jährigen Schwangeren fast die Hälfte mit dem Rauchen auf, sobald der Schwangerschaftstest positiv ist.

    Raucht die Schwangere weiter, so wächst das Risiko für das Baby, geschädigt zu werden. Denn im Zigarettenrauch sind unglaublich viele Gifte enthalten, von Kohlenmonoxyd und Stickoxyden über Blausäure, Ammoniak und Schwefelwasserstoff bis zu Teer und Kadmium. Das sind Stoffe, die sonst in Rattengift, Nagellackentferner oder Batterien vorzufinden sind. Was durch das unfreiwillige Passivrauchen dieser giftigen Stoffe alles an gesundheitlichen Beeinträchtigungen passieren kann, wurden mittlerweile in vielen Studien belegt:

    Babys von Raucherinnen leiden häufiger unter Sauerstoffmangel, weil die Durchblutung nicht so gut ist wie bei Nichtraucherinnen. Als Folge der schlechten Durchblutung bekommt das Ungeborene weniger Nährstoffe, es wächst langsamer. Deswegen sind die Babys von Raucherinnen oft kleiner und leichter. Später sind die Kinder von Raucherinnen viel häufiger von Allergien oder von Asthma betroffen als Kinder von nicht rauchenden Müttern, haben häufiger Probleme mit dem Lernen oder sind hyperaktiv. Auch Krankheiten wie Leukämie kommen bei Kindern von Raucherinnen häufiger vor. 

    Fazit: Frauen sollten bereits vor Eintritt der Schwangerschaft das Rauchen einstellen. Doch auch während der Schwangerschaft ist jede Zigarette, die nicht geraucht wird, ein Gewinn für das Baby. Zwar hört man oft die Behauptung, ein Rauchstopp in der Schwangerschaft belastet das ungeborene Baby oder fügt ihm Schäden zu, dafür fehlt aber jede wissenschaftliche Bestätigung. Das Beste für die Mutter und das Baby ist eine rauchfreie Schwangerschaft.

    Quellen: DKFZ, Ärztezeitung online,

    Röske, K., Lingnau, M.L., Hannöver, W., Haas, J.P., Thyrian, J.R., Fusch, C. & John, U. (2008). Prevalence of smoing in woman before and during pregnancy: population-based data. Dtsch. Med. Wochenschr. 133 (15), 764-768.

    Abrevaya, J. (2008). Trends and determinants of second-pregnancy smoking among young-adult mothers who smokes during their first pregnancy. Nicotine & Tobacco Research 10 (6), 951-957.

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