Seite empfehlen

    Du möchtest jemanden auf diese Seite hinweisen Seite empfehlen

    Logo: BZGA

    1,3 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland rauchen

    16.06.08

    Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg eine neue Veröffentlichung vorgestellt, sie heißt „Rauchende Kinder und Jugendliche in Deutschland – leichter Einstieg, schwerer Ausstieg“.  

    Fakt ist, dass in Deutschland immer weniger Kinder und Jugendliche rauchen: Bei der letzten Datenerhebung im Jahr 2007 lag der Anteil unter den Jugendlichen, die zum Glimmstängel greifen, bei 18 Prozent. Das ist der niedrigste Wert, seit diese Datenerhebung von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) durchführt wird. Gleichzeitig ist auch die Anzahl derjenigen, die noch nie in ihrem Leben geraucht haben, angestiegen. Trotz dieser guten Nachrichten kommt die Veröffentlichung des DKFZ zu folgendem Schluss: „Es gibt noch viel zu tun, um den Tabakkonsum in Deutschland einzudämmen.“ Denn es rauchen einfach immer noch zu viele Kinder und Jugendliche: 1,3 Millionen jugendliche Raucherinnen und Raucher sind in Deutschland zu vermelden, und das sind verhältnismäßig viel. Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland damit schlecht ab: In den meisten anderen europäischen Ländern rauchen viel weniger Jugendliche. 

    Fakt ist auch, dass Rauchen schädlich ist. Die langfristigen Folgen des Zigarettenkonsums sind vielen bekannt, schließlich wird sogar auf den Zigarettenschachteln davor gewarnt: „Rauchen kann tödlich sein“. Die vielen kurzfristigen Gesundheitsschädigungen, die auch schon bei jungen Raucherinnen und Rauchern nach kurzer Zeit auftreten, sind allerdings weniger bekannt. Bereits Kinder und Jugendliche, die regelmäßig zur Zigarette greifen, haben kaputte Atemwege und leiden häufiger als Nichtraucherinnen und Nichtraucher unter Asthma, Hustenanfällen, Atemlosigkeit und pfeifendem Atem. Außerdem ist ihr Lungenwachstum verzögert und das verringert die Leistungsfähigkeit der Lunge - das dürften auch alle, die rauchen, schon mal im Sportunterricht gespürt haben. Außerdem haben schon junge Raucherinnen und Raucher häufiger Zahnfleischentzündungen und schlechtere Zähne.

    Damit nun junge Raucherinnen und Raucher zum Rauchstopp motiviert werden und vor den Folgeschäden des Rauchens verschont bleiben, muss einiges getan werden. Das DKFZ nannte dabei verschiedenen Bereiche, in denen in Deutschland gegen den Tabakkonsum bei Jugendlichen vorgegangen werden muss. Es gibt nämlich einige offensichtliche Missstände, die Kinder und Jugendliche zum Rauchen verleiten, welche abgeschafft werden müssen. Genannt werden dabei: Kinderzigaretten aus Kaugummi oder Schokolade, Süßigkeitenautomaten, die gleich neben den Zigarettenautomaten stehen, Tabakverkauf an jeder Supermarktkasse und Tag und Nacht über die Automaten an jeder Straßenecke, Tabakwerbung an verkehrsreichen Straßen, gegenüber von Schulen sowie an Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs.„Zum Schutz der Kinder und Jugendlichen ist außerdem ein umfassendes Tabakwerbeverbot notwenig“, hieß es aus dem Krebsforschungszentrum. Neben diesen Maßnahmen, die von den Politikern umgesetzt werden müssen, gibt es auch noch andere wirksame Maßnahmen. Dazu gehören beispielsweise die Kampagnen und Aktionen der BZgA, die den rauchenden Jungs und Mädchen zahlreiche Unterstützungen anbietet. Die sollen es ihnen leichter machen und helfen, von der Kippe wegzukommen. Bei der BZgA kann man sich beispielsweise die kostenlosen Broschüren wie „Let’s talk about smoking“, „Stop Smoking – Girls“ oder „Stop Smoking – Boys“ und viele mehr besorgen oder am Internet-Ausstiegsprogramm „rauchfrei“ mitmachen.

    Quellen: Ärzteblatt online

    Link zum BZgA-Internet-Ausstiegsprogramm für Jugendliche

    Link zur Infomaterialienbestellung auf www.bzga.de:
    http://www.bzga.de/?uid=45a490d79f8001c1c73cc0ea5b6b0f7a&id=medien&sid=77

    <- Zurück zu: Liste