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    Ein dicker Bauch erhöht das Risiko für Lungenkrebs

    11.09.08

    Raucherinnen und Raucher mit mehr Hüftgold haben offensichtlich ein erhöhtes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Ein Forscherteam vom Albert Einstein College of Medicine in New York kam zu diesen Studienergebnissen. 

    Das Risiko für eine Raucherin oder einen Raucher, an Lungenkrebs zu erkranken, ist im Vergleich zu nicht rauchenden Personen um das 22-fache erhöht. Grund dafür sind die vielen Gifte und krebserregenden Stoffe, die der Tabakrauch enthält. Vor allem der Teer, der beim Verbrennen des Tabaks entsteht, ist verantwortlich für die Lungenkrebserkrankungen von Raucherinnen und Raucher. Amerikanische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass vor allem diejenigen unter der Rauchenden, die einen dicken Bauch haben, eher Lungenkrebs bekommen als andere.

    Über acht Jahre hinweg wurden in der Studie 161.809 Raucherinnen und Raucher beobachtet und untersucht. 1.365 von ihnen sind in diesem Zeitraum an Lungenkrebs erkrankt. Als die Forscherinnen und Forscher das Gewicht dieser erkrankten Personen untersucht haben, stellten sie fest, dass dies bei allen im normalen Bereich angesiedelt war. Das heißt, die dünneren Raucherinnen und Raucher waren auf dem ersten Blick eher gefährdet als die schwereren. Aber die Forscherinnen und Forscher haben entdeckt, dass nicht das Gewicht ausschlaggebend ist, sondern allein der Taillenumfang. Jemand kann schließlich recht wenig wiegen und eine schmale Statur haben, aber trotzdem einen stattlichen Bauch mit sich herumtragen. Anscheinend ist das Fett, dass sich am Bauch ansammelt, besonders gefährlich. Die Forscherinnen und Forscher vermuten, dass das Fettgewebe am Bauch Krebszellen speichern oder sogar mobilisieren kann. Das Forscherteam resümiert, dass man daraus nicht den Hinweis ableiten kann, es wäre für eine Raucherin oder einen Raucher besser, am Bauch abzunehmen mit dem Ziel, den Lungenkrebs zu senken. Ausschlaggebend für das Lungenkrebsrisiko bleibt nach wie vor das Rauchverhalten dieser Personen. Für Nichtraucherinnen und Nichtraucher gelten diese Befunde nämlich nicht. Egal, ob hier etwas mehr oder weniger Speck an der Hüfte sitzt: Ihr Risiko für Lungenkrebs ist aufgrund ihrer Rauchfreiheit nicht erhöht. 

    Quelle: Kabat GC, Kim M, Hubt JR, Chlebowitz RT, Rohan TE (2008). Body Mass Index and Waist Circumfernece in Relation to Lung Cancer Risk in the Women’s Health Initiative. American Journal for Empidemiology, 168 (2), 158-169.

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