
Jugendliche in New York finden Rauchen uncool
Der Anteil der rauchenden Jugendlichen in New York verzeichnet seinen niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Immer mehr Teenager in der Hauptstadt der USA finden, dass Rauchen alles andere als angesagt ist. Unter den High School Schülerinnen und Schülern rauchen dem State Health Department zufolge nur noch 13,8 Prozent, dagegen sind es landesweit in den USA 20 Prozent der Jugendlichen. Aber auch dieser Anteil ist drastisch gesunken, im Jahr 1997, lag er immerhin noch bei 32,9 Prozent.
Die Anti-Rauch Befürworter in den Vereinigten Staaten nennen drei Gründe, warum der Anteil der jungen Raucherinnen und Raucher so stark zurückgeht. Ein Grund ist beispielsweise, dass die Tabaksteuer extrem erhöht wurde. Das schreckt viele Jugendliche ab, die teuren Zigaretten zu kaufen, vor allem, wenn das Taschengeld sowieso knapp ist. Viele haben die Zigarettenpreise von 7 US-Dollar aber sogar so sehr abgeschreckt, dass sie erst gar nicht mit dem Rauchen anfingen.
Ein weiterer Grund ist das absolute Rauchverbot in allen öffentlichen Plätzen der Stadt. New York hat ein ziemlich scharfes Nichtraucherschutzgesetz: Hier darf seit fünf Jahren weder in Bars und Restaurants noch in Einkaufszentren, Kinos oder Büros geraucht werden. Dadurch hat sich die soziale Norm verändert: Nichtrauchen wird als normal angesehen. Rauchen ist etwas, das Kinder und Jugendliche kaum noch in der Öffentlichkeit sehen.
Ein dritter Grund für die niedrige Quote an Raucherinnen und Rauchern ist die nationale Anti-Rauch-Kampagne, die es nun seit sechs Jahren gibt. Jährlich wird diese Kampagne mit 87,6 Millionen US-Dollar finanziert. An einigen Schulen werden mit diesem Geld beispielsweise Tabakentwöhnungskurse durchgeführt. Auch Aktionen zur Förderung des Nichtrauchens werden gesponsert, zum Beispiel solche, bei denen die Jugendlichen Ladenbesitzer und -besitzerinnen auffordern, ihre Zigarettenwerbung aus dem Schaufenster zu entfernen oder solche, bei denen die Kinoindustrie aufgefordert wird, keine rauchenden Schauspielerinnen und Schauspieler mehr auf der Leinwand zu zeigen.
Quelle: Times Union





















