
Jugendliche unterschätzen die Giftigkeit und Suchtgefahr der Wasserpfeife
Wasserpfeife rauchen ist bei Jugendlichen sehr beliebt. Nach einer aktuellen Studie aus Heidelberg hat bereits jede und jeder vierte Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren schon einmal Wasserpfeife, auch als Shisha bezeichnet, geraucht. Für die Studie befragten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 3.000 Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren aus Schulklassen aus dem Rhein-Neckar-Kreis.
Shisha-Rauchen birgt aber die gleiche Gefahr wie Zigaretten, süchtig nach Nikotin zu werden oder zu erkranken. Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sind Shishas in einigen Bereichen sogar gesundheitsschädlicher als Zigaretten. Zum Beispiel wird beim Shisha rauchen viel mehr Nikotin aufgenommen als bei einer Zigarette. Laut BfR werden über den Rauch von Wasserpfeifen sogar zum Teil größere Schadstoffmengen aufgenommen als über filterlose Zigaretten. Der Gehalt von Chrom, Kobalt, Blei und Nickel beim Rauchen von Shishas ist höher als bei der Zigarette: Eine Shisha enthält soviel Giftstoffe wie zehn Zigaretten.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) berichtet außerdem, dass dem aromatisierten Tabak von Shishas auch Zucker und Sirup beigemischt wird. Das setzt beim Verbrennen des Tabaks krebserzeugende und schleimhautreizende Stoffe frei. Deswegen haben Menschen, die Wasserpfeife rauchen, ein höheres Risiko für Herz- sowie Krebserkrankungen von Lunge, Lippe, Mundhöhle und Harnblase.
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Quelle: Ärztezeitung online
Die Studie von Herth und Kollegen wird im März 2009 beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin vorgestellt.





















