
Neue Idee aus Japan: Zigarettenautomat entlarvt minderjährige Raucherinnen und Raucher
Rauchende Teenager könnten in Japan schon bald der Vergangenheit angehören – jedenfalls, wenn die Entwicklung eines neuen Zigarettenautomaten marktreif wird. Dieser neue Zigarettenautomat soll es tatsächlich schaffen, mit einer Gesichtserkennung jungendliche von erwachsenen Raucherinnen und Rauchern zu unterscheiden. Und den Jugendlichen gegebenenfalls die Zigarettenausgabe zu verweigern.
Die neuartigen Zigarettenautomaten sind mit einer Digitalkamera ausgestattet, die die Gesichter der Kundinnen und Kunden, die vor dem Automaten stehen, mit einer Datenbank von über 100.000 Menschen abgleicht. Das wiederum macht es dem Automaten möglich, faltige Haut und andere Charakteristika eines erwachsenen Menschen zu erkennen. Merkt der Automat, dass eine junge Person vor ihm steht und Zigaretten ziehen will, wird diese leer ausgehen, denn die Ausgabe wird verweigert.
Ab Juli 2008 sollen über eine halbe Million japanische Zigarettenautomaten vorläufig mit dieser neuen Technik ausgerüstet werden. Durch so genannte „smart cards“ wird es nur noch Volljährigen möglich sein, an Zigarettenautomaten ihre Kippen zu kaufen. Der Hersteller geht davon aus, dass die Automaten etwa 90 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer identifizieren. Problematisch wird es wahrscheinlich, wenn ein Erwachsener sehr jung oder ein Jugendlicher schon wesentlich älter aussieht.
Obwohl die Automaten noch zugelassen werden müssen, ist sich der Hersteller sicher, dass seine Erfindung maßgeblich dazu beitragen wird, die Rate junger Raucherinnen und Raucher in Japan zu senken. Eine Studie des japanischen Gesundheitsministeriums ergab, dass bereits 13 Prozent der Jungen und vier Prozent der Mädchen zwischen 17 und 18 Jahren täglich rauchen.
Bleibt abzuwarten, ob die Gesichtserkennung wirklich funktioniert.
Quelle: Welt online





















