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    Rauchen macht vergesslich

    23.06.08

    Fragt man Raucherinnen und Raucher, warum sie rauchen, so wird oft als Grund für den Konsum die schnelle Steigerung von Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit genannt. Doch auf die Dauer scheint Rauchen die Fähigkeit, sich gut zu erinnern und das logische Denken, wie man es zum Beispiel für Matheaufgaben braucht, eher herabzusetzen, also genau das Gegenteil zu bewirken. Das jedenfalls zeigen die Ergebnisse einer brandneuen Studie. An dieser Studie beteiligten sich etwa 10.000 britische Staatsangestellte aus London. Sie wurden über einen langen Zeitraum hinweg getestet und mehrmals im Zeitraum vom Beginn der Studie im Jahr 1985 bis zur Nachuntersuchung in 2004 befragt.

    Was dabei klar wurde: Rauchen macht vergesslich. Die Ergebnisse sind eindeutig: Raucherinnen und Raucher schnitten in allen Tests, die über die Jahre hinweg vorgelegt wurden, schlechter ab als Nichtraucherinnen und Nichtraucher. Vor allem im Gedächtnistest (Erinnerung an 20 Wörter) und im Logiktest (65 mündliche und mathematische Aufgaben) waren sie schlechter als Personen, die nie geraucht hatten. 

    Die Überraschung: Exraucherinnen und Exraucher hatten zwar schlechtere Ergebnisse als die Nichtraucherinnen und Nichtraucher, aber sie hatten auch deutlich bessere Testergebnisse als die Raucherinnen und Raucher– vor allem, wenn sie die Zigaretten schon vor längerer Zeit aus ihrem Leben verbannt haben. Daraus schließen die Forscherinnen und Forscher, dass es sich zu jedem Zeitpunkt lohnt, mit dem Rauchen aufzuhören – egal in welchem Alter.

    Quelle: Ärzteblatt online

    Link zur Studie: http://archinte.ama-assn.org/cgi/content/short/168/11/1165

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