
Rauchfrei-News aus den Nachbarländern
Was unsere europäischen Nachbarn schon seit längerem genießen, ist mit einer kleinen zeitlichen Verzögerung auch in Deutschland zu haben: Bessere Luft in den Gaststätten. Dafür sorgte das Rauchverbot, das Raucherinnen und Raucher vor die Tür der Lokale schickt. Das neue Gesetz zum Nichtraucherschutz gilt bislang noch nicht in allen deutschen Bundesländern. Ab dem 1. Juli werden dann auch in den letzten Bundesländern gesetzliche Rauchverbote in Kraft treten.
Da in einigen europäischen Nachbarländern die Rauchverbote schon vor längerer Zeit eingeführt worden sind, sind dort bereits erste Erfahrungen gemacht worden. In England zum Beispiel gibt es sehr strenge Bestimmungen. Man darf dort seit 2007 in Geschäften, Büros, Fabriken, Kneipen, Restaurants, Clubs und in öffentlichen Transportmitteln nicht mehr rauchen. Als Vorbild für diese Regelung haben sich die Engländerinnen und Engländer die Rauchergesetze genommen, die auch in New York erfolgreich eingeführt wurden. Und offensichtlich hält man sich auch auf der Nachbarinsel daran: Die englischen Behörden haben zwei Wochen, nachdem die Gesetze in Kraft traten, stichprobenweise Kontrollen durchgeführt und festgestellt, dass in 97 Prozent der Einrichtungen die Rauchverbote tatsächlich umgesetzt worden sind.
Auch beim Nachbarn Frankreich sind die Maßnahmen, den Zigarettenkonsum einzudämmen und gleichzeitig die Nichtraucherinnen und Nichtraucher vor dem schädlichen Passivrauchen zu schützen, erfolgreich umgesetzt worden. Französisches Essen gibt es nur noch mit sauberer rauchfreier Luft in den Restaurants und Gourmettempeln des Landes. Auch die Cafés und Clubs sind rauchfrei. In Schulen, öffentlichen Räumen und auf Arbeitsplätzen darf ebenfalls nicht mehr geraucht werden.
In Slowenien ist der Raucherei in Gaststätten im letzten Jahr durch ein klares Rauchverbot ein Ende bereitet worden. Ganze 80 Prozent der Sloweninnen und Slowenen fanden das neue Antirauchgesetz gut. Die Hälfte der Befragten meinte außerdem, dass sie jetzt, wo die Raucherinnen und Raucher vor die Tür geschickt werden, viel lieber in die Kneipen und Restaurants gehen würden.
Quelle: health policy monitor





















