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    Rauchfreie Schulen tun gut

    01.09.08

    Seit Juli 2008 herrscht an allen Schulen in allen Bundesländern Deutschlands ein Rauchverbot. Das ist durch die Verabschiedung von Landesgesetzen zum Nichtraucherschutz möglich geworden. Das heißt, dass an allen Schulen in ganz Deutschland per Gesetz das Rauchen nicht länger erlaubt ist. Kinder und Jugendliche verbringen schließlich einen großen Teil ihrer Lebenszeit in der Schule. Die erlassenen Rauchverbote sind daher eine wichtige Maßnahme, um möglichst schon den Einstieg ins Rauchen zu verhindern und rauchende Schülerinnen und Schüler zum Rauchstopp zu motivieren.

    Die Gesetze zum Nichtrauchen sind Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, die Anzahl derer, die rauchen, zu verringern und die Anzahl derer, die erst gar nicht mit dem Rauchen anfangen, zu erhöhen. Damit dies gelingt, müssen die Gesetze zum Nichtrauchen im Schulalltag eingegliedert und zudem von allen, die am Schulleben beteiligt sind, von den Schülern und Schülerinnen über die Lehrer und Lehrerinnen bis hin zum Hausmeister, akzeptiert werden. Wesentlich ist, ein Angebot an Information und Aufklärung bereitzustellen, dass Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern und alle, die am Schulalltag beteiligt sind, von der rauchfreien Schule überzeugt und auch motiviert, aktiv an der Umsetzung mitzumachen.

    Deutsche Forscher von der Universitätsklinik Eppendorf in Hamburg haben herausgefunden, dass die Kombination von verschiedenen Maßnahmen am besten wirkt. Wenn also gesetzgeberische Maßnahmen wie Rauchverbote und Angebote für die Einzelne oder den Einzelnen Hand in Hand gehen und eine Schule die vorgeschriebenen Nichtrauchergesetze konsequent umsetzt und dabei auch die notwendigen Informationen, Aufklärung und interessante Projekte dazu anbietet, dann kann der Zigarettenkonsum unter den Schülerinnen und Schülern gesenkt werden. Wenn allerdings an der Schule weder ein Rauchverbot herrscht noch individuelle Angebote zum Nichtrauchen vorhanden sind, steigt im selben Zeitraum der Anteil der rauchenden Schülerinnen und Schüler stark an. Dieser Anstieg ist nicht ganz so stark, wenn es an der Schule ein Rauchverbot und sonst keine begleitenden Maßnahmen gibt.

    Die Forscher haben in ihre Untersuchung 1.292 Schülerinnen und Schüler der 8., 9.und 10. Klassen einbezogen. Die Jugendlichen sind in diesen Klassen etwa 13 bis 16 Jahre alt. Dieser Altersausschnitt wurde ganz bewusst so gewählt, denn hier fangen viele Mädchen und Jungen mit dem Rauchen an oder probieren zum ersten Mal eine Zigarette.

    Die bisher eingeleiteten Maßnahmen zur Förderung des Nichtrauchens bei Jugendlichen erwiesen sich jedenfalls als sehr erfolgreich und führten zu einer Abnahme der Raucherquote. Nur noch 18 Prozent der befragten 12- bis 17-Jährigen bezeichnen sich im Jahr 2007 als "ständige oder gelegentliche Raucher". Fazit: Die rauchfreie Schule tut gut!

    Quellen:

    BZgA Pressemitteilung

    Raschke, P., Kalke, j., Buth, S. (2008). Evaluation des Rauchverbots an Schulen. Prävention, 1, 14-17.

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