
Regelmäßige Mahlzeiten im Familienkreis reduzieren das Rauchrisiko
Eine neue Studie hat herausgefunden, dass Mädchen, die regelmäßig mit ihren Eltern am Tisch sitzen und ihre Mahlzeiten einnehmen, in späteren Jahren als Teenager weniger oft rauchen als andere, die nicht zusammen mit ihre Eltern essen.
Die Forscherinnen und Forscher von der University of Minnesota berichten, dass bereits ältere Untersuchungen zu diesem Thema vorhanden sind. Daraus geht hervor, dass das Essen im Familienkreis die Gelegenheit bieten kann, sich über den Alltag auszutauschen und zu erfahren, in welcher Stimmung und Verfassung die oder der andere ist. Die neuste Untersuchung hat nun herausgefunden, dass fünf oder mehr gemeinsame Mahlzeiten pro Woche einen Nutzen bringen, was eine rauchfreie Zukunft betrifft.
Das Forscherteam hat für die Studie 806 Jugendliche über mehrere Jahre hinweg befragt. Das erste Mal befragten sie die Jugendlichen 1998, da waren die Mädchen und Jungen etwa 13 Jahre alt. Gefragt wurde z.B., wie oft die Familie in der vergangenen Woche zusammen gegessen hat. Auch der Konsum der Jugendlichen von Zigaretten wurde erfasst. Fünf Jahre später wurden dieselben Jugendlichen noch einmal befragt. Dabei zeigte sich, dass unter den Mädchen, die in der Woche fünf mal oder sogar öfters zusammen mit ihrer Familie essen, viel weniger Raucherinnen anzutreffen sind. Bei den Jungen gab die Frage, ob gemeinsame Essen im Familienkreis stattfanden oder nicht, keinen Hinweis darauf, ob nun mehr geraucht wird oder nicht. Für diesen Unterschied zwischen Mädchen und Jungen gibt es bislang noch keine Erklärung, noch untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, woran dies liegen könnte.
Quelle: Eisenberg, M.E., Neumark-Sztainer, D., Fulkerson, J.A., Story, M. (2008). Family Meals and Substance Use: Is There a Long-Term Protective Association? Journal of Adolescent Health, 43 (2), 151-156.





















