
Sie wirken schon – die Rauchverbote in Kneipen
Die Rauchverbote in Gaststätten, Kneipen, Restaurants und Cafés wirken: Sie halten zahlreiche Jugendliche vom Rauchen ab. Das belegen zwei aktuelle Untersuchungen aus den USA.
Eine Studie aus den USA mit fast 4.000 Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren hat ergeben: Vier Jahre nach Studienbeginn waren 9,3 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer süchtig nach den Zigaretten geworden. In Städten mit strengen Rauchverboten in Gaststätten, Cafés und Bars war die Wahrscheinlichkeit, zur regelmäßigen Raucherin oder zum regelmäßigen Raucher zu werden, jedoch 40 Prozent geringer als in Orten, in denen keine Rauchverbote herrschten und jeder seiner Tabaksucht frönen konnte. Auch von den Jugendlichen, die mit dem Konsum von Zigaretten experimentierten, wurden weniger zu Raucherinnen und Rauchern. Im Vergleich zu Städten ohne Nichtraucherschutz-Gesetze waren es sogar 50 Prozent weniger.
In einer anderen Studie wurde untersucht, wie wirksam Programme sind, die Jugendliche vom Rauchen abhalten sollen. Dazu wurde eine Hälfte von über 10.000 Schülerinnen und Schülern im Alter von 12 bis 13 Jahren von besonderen Vertrauenspersonen über die Gefahren durch Rauchen aufgeklärt, die andere Hälfte nicht. Der Anteil von Raucherinnen und Rauchern lag in der Gruppe, die nichts von den gefährlichen Seiten der Zigaretten erfuhren, bei 14 Prozent nach einem Jahr und bei 20 Prozent nach zwei Jahren. In der Gruppe, die Informationen übers Rauchen bekam und die über die Gefahren der Glimmstängel aufgeklärt wurden, waren zu beiden Zeitpunkten ein Viertel weniger Raucherinnen und Raucher anzutreffen.
Quelle: Ärztezeitung online
Arch Ped Adol Med 162, 2008, 477
Lancet 371, 2008, 1595





















