
Wer das Rauchen aufgibt, ist ein echtes Vorbild
Vorbilder sind ansteckend: Wer mit dem Rauchen aufhört, senkt auch die Zahl der Raucherinnen und Raucher in seinem Umfeld. Zu diesem Ergebnis kommen Forscherinnen und Forscher der Harvard-Uni. Sie haben dazu die Daten von 12.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der berühmten Framingham Heart Study ausgewertet. In dieser Studie werden seit 1948 die Bewohner der Stadt Framingham in Massachusetts untersucht, um herauszufinden, welche Ursachen es für Herzkreislaufkrankheiten gibt.
Die Ergebnisse der Studie belegen den Vorbildcharakter von Menschen, die mit dem Rauchen aufhören: Wenn es jemand schafft, vom Glimmstengel loszukommen, dann hören auch Bekannte aus dem engeren Umfeld mit einer Wahrscheinlichkeit von 36 Prozent auf. Für enge Freunde erhöht sich die Chance, ebenfalls vom Laster loszukommen, um 50 Prozent, bei der Ehepartnerin oder beim Ehepartner sogar um 67 Prozent. Dabei ist es nicht wichtig, ob zuerst die Ehefrau oder der Ehemann das Rauchen aufgibt.
Auch die Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz wirken als Vorbilder: Wenn nun eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter mit dem Rauchen aufhört, folgen auch die Kolleginnen und Kollegen - mit einer Chance von 34 Prozent. Zumindest gilt das in kleinen Firmen. Sämtliche Vorbildfunktionen sind dabei abhängig vom Bildungsgrad. Je höher dieser ist, umso größer ist die Vorbildfunktion.
Quelle: Ärztezeitung online
Christakis et al. (2008). New England Journal of Medicine, 358, Seite 2294.





















