Umfrage der Woche
Frage:
Sollen alle Tierversuche eingestellt werden?
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Weltweit werden nach Schätzungen jährlich mindestens 100 Millionen Wirbeltiere - von der Maus bis zum Affen - bei Tierversuchen eingesetzt. Rund 30 Prozent und damit die meisten Tierversuche finden im Bereich der sogenannten Grundlagenforschung statt, die allgemein neue Erkenntnisse im medizinischen oder wissenschaftlichen Bereich erzielen will. In Deutschland gilt seit 1989 eine Versuchstieremeldeverordnung, die alle bei Versuchen getöteten Tiere erfasst. Nach ihr wurden 2005 in deutschen Labors rund 2,5 Millionen Wirbeltiere getötet. Um Tierversuche insgesamt gibt es seit Jahren heftige Auseinandersetzungen zwischen Befürwortern und Gegnern. Inzwischen kann in vielen Bereichen tierversuchsfrei geforscht werden. Innerhalb der EU ist beispielsweise Anfang Juni 2007 die neue Chemikaliengesetzgebung Reach umgesetzt worden. Sie regelt die Registrierung, Auswahl und Zulassung von chemischen Stoffen und soll zu 70 Prozent weniger Tierversuchen beitragen. Bei einer von der EU-Kommission 2006 durchgeführten Umfrage hat sich eine klare Mehrheit der rund 43.000 teilnehmenden EU-Bürger für mehr Tierschutz ausgesprochen.
Auch die Zigarettenindustrie führt seit Jahrzehnten Tierversuche mit Nikotin, Teerstoffen und Reizgasen durch. Die Auswirkungen des Passivrauchens wurden ebenfalls an Tieren getestet. Jeder Kauf von Zigaretten finanziert diese Tierversuche mit. Dies bestätigen unter anderem Aussagen des in den USA sehr bekannten Ex-Forschers von Philip Morris, Victor DeNoble, der als Kronzeuge gegen die Zigarettenindustrie diese Praktiken aufdeckte.





















