Hauptpreis von "Be Smart - Don't Start" geht nach Hameln! Immer mehr Schüler sagen: Rauchen ist out!

Hauptpreis von "Be Smart - Don't Start" geht nach Hameln! Immer mehr Schüler sagen: Rauchen ist out!

320.000 Schülerinnen und Schüler haben sich im Schuljahr 2005/2006 bundesweit an dem internationalen Wettbewerb zum Nichtrauchen "Be Smart - Don't Start" beteiligt. Sie alle hatten im November 2005 Klassenverträge unterschrieben und sich festgelegt, nicht zu rauchen. Zwei Drittel von ihnen hielten durch und blieben bis zum 28. April 2006 rauchfrei. Jetzt stehen die Gewinner des Wettbewerbes fest. TV-Moderatorin Shary Reeves übergab heute, am 15. Mai 2006, in Düsseldorf den Hauptpreis, einen Gutschein für eine Klassenfahrt im Wert von 6.000 Euro. Die glücklichen Gewinner sind Schülerinnen und Schüler der Klasse 8Lb des Albert-Einstein-Gymnasiums in Hameln.

Marina Möhlmann ist begeistert: Ihre achte Klasse hat bei "Be Smart - Don't Start" den Hauptpreis gewonnen. "Das Durchhaltevermögen meiner 27 Schülerinnen und Schüler hat sich gelohnt. Es gab schwierige Momente und manche Konflikte, die wir aber durch Klassenzirkel und den guten Zusammenhalt untereinander lösen konnten", berichtete sie bei der Preisverleihung in Düsseldorf. Als besonders auffällig war für die Pädagogin, dass die zehn Mädchen der Klasse durch ihr selbstbewusstes Auftreten beruhigend und ausgleichend auf die gesamte Klasse wirkten.

"Die Gewinnerklasse ist für uns ein gutes Beispiel, wie schulische Suchtprävention funktionieren kann. Die Aufklärung über die Gefahren des Tabakkonsums und begleitende Schulprojekte sind wichtig. Von großer Bedeutung ist aber auch die soziale Unterstützung innerhalb des Klassenverbandes", so Privatdozent Dr. Reiner Hanewinkel vom Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung in Kiel, das den Wettbewerb in Deutschland koordiniert. "Rauchverbote in Schulen sollten immer ergänzt werden durch effektive Programme wie Q, Be Smart - Don't Start. Nur so bleiben die Schüler wirklich rauchfrei."
Die Deutsche Krebshilfe fördert "Be Smart - Don't Start" seit drei Jahren. Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, begründet dies: "Für die Deutsche Krebshilfe ist das Thema Nichtrauchen von großer Bedeutung. Nach wie vor ist das Rauchen der größte vermeidbare Risikofaktor für Krebserkrankungen." Vor diesem Hintergrund ist es besonders positiv, dass sich der Wettbewerb von Schuljahr zu Schuljahr steigender Beliebtheit erfreut. Im Schuljahr 2005/2006 hatten sich 12.425 Schulklassen mit insgesamt 320.000 Schülern für die Teilnahme angemeldet - so viele wie noch nie.

Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), sieht in den Strategien zur Förderung des Nichtrauchens eine positive Wirkung: "Unsere aktuellen Erhebungen zeigen Änderungen beim Rauchverhalten Jugendlicher in den letzten Jahren. So steigt der Anteil der 'Nie-Raucher', also der Jugendlichen, die in ihrem Leben überhaupt keine Zigarette geraucht haben, seit fünf Jahren kontinuierlich an. Waren 2001 noch 36 Prozent der 12- bis 19-Jährigen 'Nie-Raucher', so stieg ihr Anteil 2005 auf 45 Prozent." Gleichzeitig zeichnet sich ab, dass das Rauchen in Schulen immer weniger Akzeptanz findet. Mit Beginn des Schuljahres 2006/2007 - dem 10. Jahr von "Be Smart - Don't Start" - wird bereits in zehn Bundesländern ein Rauchverbot in Schulen in Kraft sein.

Der Wettbewerb zum Nichtrauchen "Be Smart - Don't Start" wird gefördert durch die Deutsche Krebshilfe, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die AOK Rheinland, AOK Westfalen-Lippe und AOK Baden-Württemberg, den BKK Bundesverband, die Europäische Kommission, die Deutsche Herzstiftung und die Deutsche Lungenstiftung sowie weitere öffentliche und private Institutionen.

Informationen zu "Be Smart - Don't Start" erhalten Interessierte beim Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung, Düsternbrooker Weg 2, 24105 Kiel,
Telefon 0431/5702944, Fax 0431/5702929,
E-Mail: besmart@ift-nord.de,
Internet: www.besmart.info

 


Der Wettbewerb "Be Smart - Don't Start" ist ein Programm zum Nichtrauchen für sechste bis achte Klassen. Viele Jugendliche beginnen in dieser Altersspanne, mit dem Rauchen zu experimentieren. Die Regeln des Wettbewerbs sind einfach: Mindestens 90 Prozent der Schüler einer Klasse entscheiden sich dafür, am Wettbewerb teilzunehmen. Die teilnehmenden Klassen verpflichten sich, ein halbes Jahr lang nicht zu rauchen. Wenn mehr als zehn Prozent der Schüler einer Klasse rauchen, scheidet die Klasse aus dem Wettbewerb aus. Die Klassen, die ein halbes Jahr lang rauchfrei waren, nehmen an einer Lotterie teil, bei der Geld- und Sachpreise verlost werden.

 

     
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