Florian Jung, Freestyler

Florian Jung, Freestyler

"Jede Sucht ist eine Einschränkung der Lebenszufriedenheit!"

Die beiden Spitzensportler des Fiat Freestyle Team Germany Florian ("Flo") Jung (Windsurfen) und Christophe Schmidt (Snowboard) haben uns auf einem kurzen Zwischenstopp zwischen ihren Wettkämpfen ein Interview gegeben. Beide gehören in ihren Sportarten zu den weltweit besten Allroundern. (Mehr Infos unter www.fiatfreestyleteam.de

Frage: Wie seid ihr beide zu eurem Sport gekommen und seit wann betreibt ihr ihn?

Flo Jung: Mit 15 Jahren habe ich ein altes Surfbrett in der Garage meines Onkels gefunden und mit diesem die ersten Versuche auf heimischen Seen gemacht. Alles Weitere hat sich nach und nach entwickelt. Ich habe versucht, jede freie Minute auf dem Wasser zu verbringen. Mit 17 Jahren wurde ich von einer Surf-Academy auf Maui/Hawaii angenommen, wo ich sechs Monate am Stück trainieren konnte. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland bekam ich die ersten Sponsoren. Seit 2003 bin ich Profi.

Christophe Schmidt: Ich habe im Winter 1994/95 am Spitzingsee zusammen mit meiner Schwester einen Snowboard-Kurs gemacht. Wir sind vorher schon lange Ski gefahren und wollten das Snowboarden einfach mal ausprobieren. Seitdem bin ich dabei.

Frage: Für viele Jugendliche seid ihr ein Vorbild. Habt ihr selbst jemanden, zu dem ihr aufseht oder der euch inspiriert?

Flo Jung: Die Windsurf-Legende Robby Naish hat mich immer beeindruckt. Obwohl er jetzt 44 Jahre alt ist, rippt er noch wie ein junger Hüpfer. Konkrete Vorbilder, die ich vergöttere, gibt es keine. Natürlich inspirieren mich auch all die Jungs, mit denen ich auf der Tour zusammen trainiere.

Christophe Schmidt: Ich hole mir bei sehr vielen verschiedenen Personen Inspiration, nicht bei ein oder zwei bestimmten. Es sind natürlich auch nicht nur Leute aus meinem Sport, denen ich in diesem Sinne etwas abgewinnen kann.

Frage: Warum engagiert ihr euch für das Nichtrauchen?

Flo Jung: Rauchen schadet nicht nur der eigenen Gesundheit, sondern auch den Mitmenschen, die meist zwingend davon betroffen sind. Und jede Sucht ist eine Einschränkung der Lebenszufriedenheit.

Christophe Schmidt: Sollte durch mein Engagement der eine oder andere Jugendliche das Rauchen aufhören oder gar nicht erst anfangen, fände ich das eine super Sache. Rauchen schadet der Gesundheit, ist reine Geldverschwendung, in meinen Augen auch ein Stück weit eine Belästigung der nichtrauchenden Mitmenschen und ganz und gar nicht cool.

Frage: Habt ihr schon einmal selbst geraucht?

Flo Jung: Ich habe es einmal versucht, aber ich sah darin keinen Sinn. Außerdem mag ich den Gestank nicht. Und es ist ein gutes Gefühl, Nein zu sagen, wenn alle anderen sich die Lungen zerstören.

Christophe Schmidt: Ich habe es natürlich als Jugendlicher probiert, aber ich bin den Zigaretten zum Glück nie verfallen.

Frage: Was haltet ihr für die beste Methode, um wieder von der Zigarette loszukommen?

Flo Jung: Der erste Schritt besteht wahrscheinlich darin, es wirklich zu wollen, um dann mit kleinen Zwischenzielen das Rauchen einzustellen. Erst ein Tag, dann eine Woche und so weiter. Man muss ständig das Ziel vor Augen haben und hart bleiben.

Christophe Schmidt: Ich denke, man muss es wirklich wollen und darf sich dabei nicht von der Werbung und anderen Rauchern beeinflussen lassen.

Frage: Wie sieht für euch ein perfekter Tag aus?

Flo Jung: Ich würde den Tag früh morgens mit einer netten Wellenreit-Session auf Hawaii beginnen, mich dann nach Chile zum Windsurfen beamen und ihn abends beim Grillen mit Freunden ausklingen lassen.

Christophe Schmidt: Da braucht es gar nicht so viel dazu: einen gemütlichen Tag am Spitzing mit Freunden und einen Meter Neuschnee. Am besten unter der Woche, damit nicht gleich alles zerfahren ist.

Frage: Was habt ihr für Zukunftspläne?

Flo Jung: Ich will weiterhin im Windsurfen Gas geben, gute Resultate auf der Worldtour erzielen sowie verschiedene Medienprojekte durchführen. Ich möchte das Beste aus mir rausholen und dabei die Zeit in vollen Zügen genießen.

Christophe Schmidt: Ich möchte mich auf jeden Fall noch einige Jahre voll in meine Profikarriere reinhängen. Danach werde ich wahrscheinlich studieren.

Vielen Dank!

     
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