Kristin Meyer, GZSZ-Darstellerin

Kristin Meyer, GZSZ-Darstellerin

"Ich rauche nicht, weil ich fit bleiben will..."

"Ich rauche nicht, weil ich fit bleiben will. Ich war über lange Zeit der klassische Partyraucher. Aber am nächsten Morgen war ich immer extrem zerschlagen und weil mir meine Zeit zu schade ist, um rumzuhängen, ich viel Sport treibe und last but not least mein Gesicht jeden Tag in die Kamera halte, habe ich die gelegentlichen Ausflüge in die Raucherwelt ganz aufgegeben!"

 

Interview mit Kristin Meyer

Du bezeichnest dich selbst als „Kümmerer“. Liegt dir deshalb deine Rolle bei GZSZ als treusorgende Ehefrau Iris Cöster besonders am Herzen?

Die Rolle der „Iris Cöster“ liegt mir nicht mehr am Herzen als andere Rollen, die ich spiele bzw. gespielt habe. Warum diese Rolle aber definitiv besonders ist, ist der Umstand, dass sie mich über einen so langen Zeitraum begleitet. Was den treusorgenden und kümmernden Aspekt in der Rolle betrifft, so macht die Figur Iris ja gerade in der letzten Zeit riesige Fortschritte, davon wegzukommen und auf ein - nennen wir es mal - „Normalmaß“ zu bringen.

Du engagierst dich stark für Organisationen wie „Greenpeace“ oder „Menschen gegen Minen“. Was treibt dich dabei an?

Da muss ich gestehen, dass ich die beiden genannten  Organisationen lediglich finanziell unterstütze. Mehr am Herzen liegt mir - und damit bin ich auch persönlich involvierter – die „Jenny de la Torre – Stiftung“, eine Organisation, die von der gleichnamigen peruanischen Ärztin gegründet wurde. Diese wunderbare Frau hat sich zur Aufgabe gemacht, die Berliner Obdachlosen kostenlos medizinisch zu betreuen. Darüber hinaus hat sie mittlerweile eine Kleiderkammer und Suppenküche etabliert und es geschafft, dass sich ein Augenarzt,  ein Zahnarzt, ein Psychologe, ein Sozialarbeiter und ein Jurist um die Obdachlosen kümmern. Und das alles ehrenamtlich und auf Basis von Spendengeldern. Es gibt so viel Leid direkt vor unserer Nase. Und da ich das große Privileg habe, mit meiner Popularität auf Umstände aufmerksam zu machen, empfinde ich es geradezu als meine Pflicht, diese Aufgabe  auch wahrzunehmen.


Früher warst du nach eigener Aussage eine typische Partyraucherin? Wie bist du von den Zigaretten losgekommen?

Na ja, für mich war es einfach: ich hatte einfach keine Lust mehr darauf. Und dann habe ich mir gesagt: Kristin, Du rauchst auch sonst nie, warum also heute Abend? Dadurch kam ich auch gar nicht mehr in die Versuchung.

Haben dich Leute aus deinem Umfeld bei deinem Ausstieg unterstützt oder eher davon abgehalten?

Da ja alle wissen, dass ich sonst nicht rauche, hat mein Umfeld eher neutral darauf reagiert. Das finde ich aber auch gut. 

 
Hast du einen guten Rat für jemand parat, der auch aufhören will?

Ich denke, man kann am besten zu einem Zeitpunkt aufhören, an dem man selber stabil ist und es einem richtig gut geht.  Darum wäre mein Rat, an der eigenen Zufriedenheit zu arbeiten.  Und dann kommt mit der entsprechenden Willensstärke und Konsequenz dann das Aufhören als Krönung dazu...Was sind deine nächsten Projekte?

Was sind deine nächsten Projekte?

Natürlich drehe ich bei „Gute Zeiten Schlechte Zeiten“ weiter. Außerdem stehe ich momentan auf Rügen für die ZDF – Serie „Hallo Robbie“ vor der Kamera. Ansonsten arbeite ich an Dingen, die nur indirekt mit dem Schauspielerberuf zu tun haben, die aber als Ausgleich unheimlich wichtig sind; sozusagen mein 2. Standbein.

Was ist dein Lebensmotto, auch im Bezug auf das Nichtrauchen?

Es gibt einen Spruch von Albert Schweitzer, den ich mir ein bisschen zum Vorbild genommen habe: „Ohne Ehrfurcht vor dem Leben hat die Menschheit keine Chance“ . Was man darin deutet und worauf man ihn bezieht, bleibt jedem selbst überlassen. Für mich ist er auf jeden Fall eine große Antriebskraft.

     
Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Related: