Ralf Schmitz, Komiker

Ralf Schmitz, Komiker

"Wer raucht, handelt verantwortungslos, wird aber nie mehr die Verantwortung los!"

Interview mit Ralf Schmitz:

Frage: Was ist für dich der besondere Reiz an der Comedy?

Im komischen Fach des Schauspiels hat man ganz viele Möglichkeiten. Die Rolle darf überdreht, ganz ehrlich gespielt oder auch mal nur physisch sein. Außerdem darf und muss man aus dem Bauch arbeiten und sich auf seine Intuition verlassen. Komik hat immer etwas pures, leichtes, auch wenn hinter manchen Nummern monatelanges Ausarbeiten und Feilen steckt. Denn bei aller Leichtigkeit ist Präzision entscheidend.

Deshalb ist das Timing auch so extrem wichtig. Das Publikum, sei es beim Drehen nur der Regisseur oder ein vollbesetztes Theater, hat immer eine ganz individuelle Geschwindigkeit. Jeder Abend, jede Szene, ist anders und erfordert sein oder ihr eigenes Timing. Man muss sich immer auf die Menschen und die Umstände einstellen und erlebt so gemeinsam neue Situationen. Das ist immer wieder eine kleine Herausforderung und macht einen riesen Spaß.

Frage: Du hast 2005 mit der "Schillerstraße" den Comedypreis in der Kategorie "Beste Impro-Comedy" bekommen. Was war das für ein Gefühl?

Ein wunderbares! Wenn man einen Preis für etwas bekommt, das einem so viel Spaß macht, das einem so tolle Möglichkeiten bietet und hinter dem man voll und ganz steht, dann kann das doch nur ein zutiefst befriedigendes Gefühl bewirken. Und so war`s.

Frage: Warum engagierst du dich für das Nichtrauchen?

Gegenfrage: Warum kaufen sich Menschen einen früheren qualvollen Tod?
Ich weiß, dass Jugendliche mittlerweile schon mit 13 oder 14 Jahren an Lungenkrebs erkranken, hervorgerufen durch eigenes Rauchen und das der Eltern. Ich denke, man muss mal alle anderen fragen, warum sie sich nicht für das Nichtrauchen einsetzen.
Und außerdem stinken die Klamotten. So.

Frage: Hast du selbst mal geraucht? Was sind deine Erfahrungen?

Nein, ich habe nie geraucht, aber meine Eltern, und das hat für mich mit gereicht. Die Erfahrungen sind vielfältig. Die Sachen riechen nach Rauch, die Wände müssen öfter gestrichen werden, die Autofahrten finden ohne Sauerstoff statt, wie auch (damals) der Flug in den Urlaub und so weiter und so weiter...

Frage: Was rätst du Jugendlichen im Hinblick auf das Rauchen?

Darüber nachzudenken. Nicht anfangen und das Nachdenken auf morgen verschieben. Vor der ersten Zigarette schon die Birne anschalten, dann kommt jeder von ganz alleine drauf.

Mehr zu Ralf Schmitz unter www.schmitz.tv

     
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