"Ab und zu eine Shisha, deshalb bin ich doch noch längst kein Raucher"

"Ab und zu eine Shisha, deshalb bin ich doch noch längst kein Raucher"

Lena wundert sich. "Ich bin Nichtraucher", hatte Tom ihr gestern noch erzählt. Jetzt sieht sie ihn zusammen mit seinen Freunden auf einer Parkbank sitzen, in ihrer Mitte eine Wasserpfeife, auch Shisha genannt. "Was denn nun?", fragt sie sich und beschließt, Tom am nächsten Tag in der Schule anzusprechen.

 

Gedacht, getan: In der großen Pause schnappt sie sich ihn. Seine erstaunte Antwort: "Klar bin ich Nichtraucher. Ab und zu eine Shisha zählt doch wohl nicht." Ein interessantes Gespräch entwickelt sich – an dessen Ende beide ein bisschen schlauer sind.

Aus "ab und zu" wird schnell "regelmäßig"

Ich rauche ab und zu, sehe mich aber nicht als Raucher – diese Einstellung gibt es übrigens häufiger als man denkt. Das Problem dabei: Oftmals steigert sich der Tabakkonsum von "ab und zu" zu "regelmäßig" – ohne, dass der- oder diejenige das bewusst mitbekommt. Außerdem ist auch gelegentliches Rauchen gesundheitsschädlich.

Beim Thema Shisha gibt es viele Missverständnisse

Im Fall von Tom kommt noch eine Besonderheit hinzu: Er sieht das Rauchen einer Shisha gar nicht als "richtiges Rauchen" an. So ging er beispielsweise davon aus, dass durch den Wasserdampf die giftigen, zum Teil krebserregenden Stoffe aus dem Qualm herausgefiltert würden. Das habe ihm ein Freund gesagt, berichtet er Lena. Ihm sei das logisch erschienen. Deshalb ist er jetzt auch einigermaßen erstaunt, als Lena ihm erklärt, dass das Wasser in der Shisha den Qualm nur herunter kühlt, nicht aber reinigt. Im Rauch einer Shisha sind unter anderem verschiedenste Schwermetalle enthalten, zum Beispiel Chrom, Nickel, Cobalt und Blei.

Nikotin nimmt man beim Rauchen einer Shisha ebenfalls auf, in der Regel sogar wesentlich mehr als beim Rauchen einer Zigarette. Und Nikotin ist bekanntermaßen für die Suchtwirkung von Zigaretten – und auch von Shishas – verantwortlich.

Und so funktioniert die Wasserpfeife

"Wie ist so eine Wasserpfeife eigentlich genau aufgebaut?", fragt Lena. Tom fängt bei seiner Beschreibung von unten an: mit dem wassergefüllten Glasgefäß. Darauf kommt ein Tongefäß für den Tabak und eine Rauchsäule mit Ventil. Auf das gefüllte Tongefäß wird ein Metallsieb mit glühender Kohle gelegt. Über einen Schlauch mit Mundstück wird der Rauch eingeatmet. Da Shishas meist von mehreren Leuten zusammen geraucht werden, wird das Mundstück jeweils herumgereicht.

Dabei können doch bestimmt auch Krankheiten weitergegeben werden, denkt sich Lena. Recht hat sie. Über Speichel, der an dem Mundstück haften bleibt, können Infektionskrankheiten wie Grippe oder Herpes übertragen werden.

"Vielleicht zählt das ja doch als richtiges Rauchen, wenn ich an der Shisha ziehe?", überlegt Tom. "Und auch wenn ich das nur ab und zu mache, schade ich meiner Gesundheit."

Wie sich das ändern lässt? Unter WERDE RAUCHFREI gibt es viele Tipps für den Rauchstopp. Weitere Informationen über Wasserpfeifen gibt es hier.

     
Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Related: