Immer weniger Jugendliche in Deutschland rauchen

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Immer weniger Jugendliche in Deutschland rauchen

Wir schreiben das Jahr 2023. Die jüngste bundesweite Befragung zum Tabakkonsum hat ergeben, dass kein einziger Jugendlicher in der Altersklasse der 12- bis 17-Jährigen schon einmal eine Zigarette geraucht hat. Klingt unrealistisch? Kann sein. Und uns sind auch keine Fachleute bekannt, die eine solche Vorhersage treffen. Fakt ist aber, dass der Anteil unter den Jugendlichen, die noch nie geraucht haben, im Jahr 2015 so groß war wie noch nie zuvor.

Laut den aktuellen Ergebnissen der Drogenaffinitätsstudie haben etwa acht von zehn Jugendlichen noch nie eine Zigarette angerührt. Rauchen ist out. 2001 lag der Anteil der „Nie-Rauchenden“ noch bei 41 Prozent und ist seitdem stetig auf zuletzt 79 Prozent angestiegen. Wenn dieser Trend anhalten sollte, könnte das Rauchen in nicht allzu ferner Zukunft zumindest unter Jugendlichen einfach „verschwinden“. 

Konsum von Wasserpfeifen und E-Zigaretten geht zurück 

Es gibt auch weniger Jugendliche, die Wasserpfeifen und E-Zigaretten konsumieren. Zwar kennt inzwischen fast jeder Jugendliche elektronische Zigaretten, in denen aromatisierte Liquids verdampft werden. Doch nur eine Minderheit von ihnen konsumiert sie auch. 2012 gaben nur knapp 3 Prozent der Jugendlichen (2,6%) an, E-Zigaretten zu konsumieren, 2015 liegt dieser Wert bei 2 Prozent . Nikotinhaltige Liquids werden nur von 0,5 Prozent der Jugendlichen konsumiert. Jugendliche greifen außerdem seltener zu Wasserpfeifen. 

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) führt die Drogenaffinitätsstudie in regelmäßigen Abständen seit 1973 durch. Seit Beginn der Datenerhebung zeichnet sich der Trend zum Nichtrauchen auch bei den jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren ab. So hatten 1973 nur 11 Prozent der jungen Menschen in dieser Altersklasse noch nie geraucht. 2015 ist dieser Wert auf 39 Prozent angestiegen.

Rauchen ist kein Lifestyle mehr

Offenbar sind die Jugendlichen von heute schlauer als ihre Eltern, denn unter den Erwachsenen liegt die Raucherquote meist noch bei 30 Prozent und darüber. „Das Rauchen gehört in Deutschland längst nicht mehr zum Lebensgefühl junger Menschen“, erläutert die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, die jüngsten Ergebnisse

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