Risiko Wasserpfeife

Risiko Wasserpfeife

Shishas sind doppelt gefährlich! Wasserpfeife rauchen ist nicht nur per se extrem schädlich für den Körper, denn dabei kann es außerdem auch noch zu einer Kohlenmonoxid-Vergiftung kommen. Und die ist unter Umständen sogar tödlich. Wir erklären euch, was dahinter steckt.

Kohlenmonoxid verdrängt Sauerstoff

Eine Wasserpfeife wird mit Kohle „betrieben“. Wenn diese verbrennt, entsteht das Gas Kohlenmonoxid. Im Chemieunterricht habt ihr bestimmt schon mal das chemische Zeichen für Kohlenmonoxid gehört oder gelesen: „CO“. CO ist eine sehr giftige Substanz. Gelangt sie in den Körper, verdrängt sie dort den Sauerstoff im Blut. Das kann richtig gefährlich werden und sogar tödlich enden: nämlich dann, wenn die Konzentration von CO sehr hoch ist und den Sauerstoff so stark verdrängt, dass die betreffende Person bewusstlos wird oder sogar ersticken kann. Nicht immer, aber offenbar immer häufiger ist Shisharauchen der Auslöser für eine Kohlenmonoxidvergiftung.

Kohlenmonoxid: ein tückisches Gas

Besonders tückisch: CO ist geruchslos. Und: Bei ersten Anzeichen einer Vergiftung (zum Beispiel Kopfschmerzen oder Übelkeit) denken viele Betroffene erst einmal nicht daran, dass diese Symptome etwas mit dem giftigen CO zu tun haben könnten. Richtig gefährlich wird es, wenn innerhalb kurzer Zeit viel Kohlenmonoxid entsteht und das auf engstem Raum – so dass das Gas nur schwer oder gar nicht entweichen kann.

Wasserpfeifen: im Winter besonders riskant

Es wird kälter, die Menschen verbringen wieder mehr Zeit in geschlossenen Räumen. Das gilt auch für diejenigen, die Wasserpfeife rauchen. Es zieht sie von den Terrassen oder Parks in die Cafés oder nach Hause. In geschlossenen Räumen ohne genügend Luftzufuhr, steigt aber die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung – vor allem, wenn schnell hintereinander (ohne Absetzen) an der Wasserpfeife gezogen wird. Darauf weist zum Beispiel das Universitätsklinikum Düsseldorf hin. Das Krankenhaus hat in diesem Jahr schon 40 solcher Vergiftungsfälle durch Shisharauchen behandeln müssen. Die Patientinnen und Patienten kommen bei schweren Fällen in eine sogenannte Hochdruckkammer, in der ihnen hundertprozentiger Sauerstoff verabreicht wird, der wiederum das giftige CO verdrängen soll.

Damit euch nichts passiert, kommen hier drei wichtige Tipps:

  1. Wasserpfeifen werden oft unterschätzt. Informiert euch hier über die Risiken. Wer auf Schadstoffe verzichten möchte, greift besser gar nicht erst zum Schlauch einer Wasserpfeife.
  2. Besonders riskant ist die Benutzung von Wasserpfeifen in geschlossenen Räumen und wenn schnell hintereinander geraucht wird.
  3. Im Notfall sofort den Raum verlassen und die Feuerwehr (112) rufen.

 


Quelle:

Pressemeldung des Universitätsklinikums Düsseldorf

     
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