Rauchen und Corona - Die Themenseite

Auf unserer Seite findet ihr alle wichtigen Infos rund um das Thema Rauchen und Corona. Wenn es was Neues gibt, erfahrt ihr es hier. Außerdem findet ihr viele weitere Tools, Tipps und Infos rundum das Thema Rauchen.

Woher kommt der Name der Krankheit („Covid-19“)?

Die Krankheit wurde zum ersten Mal im Jahr 2019 in China (Wuhan) beschrieben. Der Name Covid-19 geht auf die englische Bezeichnung „Coronavirus Disease 2019“ zurück, was im Deutschen so viel heißt wie „Coronavirus-Krankheit 2019“.

Wie wird die Krankheit übertragen?

Das Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Das bedeutet: Das Virus wird über Tröpfchen in der Atemluft übertragen. Zu einer Ansteckung kann es kommen, wenn diese unsichtbaren virushaltigen Tröpfchen an die Schleimhäute der Nase, des Mundes und eventuell der Augen einer anderen Person gelangen.

Auch eine Übertragung über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, ist prinzipiell nicht ausgeschlossen.

Worauf sollte ich jetzt besonders achten?

Haltet weiter Abstand zu anderen Menschen (mindestens 1,5 Meter) und wascht euch regelmäßig die Hände. Außerdem solltet ihr weiterhin möglichst wenige Kontakte zu anderen haben und diese möglichst auf einen festen Personenkreis beschränken. Dadurch helft ihr, dass sich das Virus langsamer verbreitet, um so die Versorgung schwer kranker Patienten sicherzustellen. Infos zu Regeln, Einschränkungen und Lockerungen findet ihr hier.

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen dem Rauchen und dem neuartigen Coronavirus bzw. Covid-19?

Einige Personengruppen haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Erkrankung Covid-19. Dazu gehören möglicherweise auch Raucherinnen und Raucher. Ob sie sich auch häufiger mit dem neuartigen Coronavirus anstecken, ist aktuell noch nicht klar. Allerdings weiß man aus älteren Studien, dass Rauchen das Immunsystem schwächen und die Anfälligkeit für Atemwegsinfekte erhöhen kann.

Diese Personengruppen sind gefährdeter für einen schwereren Krankheitsverlauf:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für einen schweren Verlauf ab etwa 50 bis 60 Jahren)
  • Menschen mit sehr starkem Übergewicht
  • und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
  • des Herzens und der Lunge
  • chronischen Lebererkrankungen
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • einer Krebserkrankung
  • geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison)

(Quelle: www.infektionsschutz.de)

Trotz des erhöhten Risikos für einen schwereren Verlauf der Erkrankung bei diesen Personengruppen können schwere Krankheitsverläufe auch bei anderen Menschen ohne Vorerkrankung auftreten und sind auch schon bei jüngeren Patienten beobachtet worden.

Welche Erklärungen gibt es dafür, dass an Covid-19 erkrankte Raucherinnen und Raucher möglicherweise häufiger einen schweren Krankheitsverlauf haben?

Rauchen steht in enger Verbindung mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und schädigt zudem die Atemwege. Das führt dazu, dass unter anderem das Risiko für ernste Atemwegserkrankungen wie Lungenkrebs, Tuberkulose und COPD steigt. Außerdem gilt Rauchen auch als Risikofaktor für Infektionen der unteren Atemwege. Das neuartige Coronavirus greift ebenfalls das Atemwegssystem an. Eine mögliche Erklärung für den evenutell schwereren Krankheitsverlauf könnte darin bestehen, dass die Abwehrkräfte der Lunge durch das Rauchen geschwächt werden, sodass sie die neuartigen Coronaviren nicht so gut bekämpfen können.

Gibt es besondere Verhaltensregeln für Raucherinnen und Raucher?

Weil die Krankheit über Tröpfchen in der Atemluft übertragen wird, sollten Raucherinnen und Raucher darauf achten, nicht mit anderen Personen zusammenzustehen und zu rauchen. Das gilt auch für das gemeinsame Dampfen von Wasserpfeifen oder Shishas. Bei der Wasserpfeife ist das Übertragungsrisiko natürlich noch einmal deutlich größer, wenn das gleiche Mundstück verwendet wird.

Deshalb: Raucherinnen und Raucher sollten jetzt auf gemeinsames Rauchen mit anderen verzichten. Auch Wasserpfeifen sollten nicht mehr gemeinsam genutzt werden.

Außerdem berühren Raucherinnen und Raucher beim Ziehen an der Zigarette häufiger mit den Fingern ihren Mund. Auch dabei besteht ein erhöhtes Ansteckungsrisiko.

Auch Passivrauchen ist gesundheitsschädlich. Dieser Hinweis ist umso wichtiger wenn alle viel mehr Zeit zu Hause verbringen. In geschlossenen Räumen sollte gar nicht geraucht werden. Auch Lüften reicht nicht aus, um sich von den giftigen Stoffen des Tabakrauchs fernzuhalten, ebenso wenig das Rauchen am offenen Fenster. Weitere Informationen zum Thema Passivrauchen findet ihr hier.

Und natürlich ist ein Rauchstopp immer empfehlenswert.

Lohnt sich jetzt ein Rauchstopp?

Hier gilt: Je länger die letzte gerauchte Zigarette zurückliegt, desto deutlicher zeigen sich positive Effekte. Risiken für schwere Folgeerkrankungen des Rauchens nehmen mit der Zeit nach und nach ab. Das ist auch der Grund dafür, warum man den Plan Rauchstopp nicht ständig verschieben sollte. Stattdessen lieber möglichst bald und konsequent aufhören!

Einige der positiven Veränderungen ergeben sich jedoch schon in den ersten Wochen nach einem Ausstieg. So merken viele schon nach kurzer Zeit, dass ihnen zum Beispiel beim Treppensteigen die Puste nicht mehr so schnell ausgeht und sie besser riechen können.

Ein sofortiger Effekt des Rauchstopps: Das höhere Virus-Übertragungsrisiko, das beim Rauchen durch Berührungen der Finger mit dem Gesicht entsteht, fällt weg.

Worauf sollte ich achten, wenn ich jetzt mit dem Rauchen aufhören möchte?

Bei den meisten Raucherinnen und Rauchern ist das Rauchen mit bestimmten Gewohnheiten verbunden. Einige Menschen rauchen beispielsweise vor allem in Pausen oder beim Warten, andere „immer nach dem Essen“. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus verändert sich aber gerade jetzt bei vielen der Tagesablauf. Gleichzeitig haben wir nun auch mehr Zeit. Mehr Zeit, zum Beispiel, sich Gedanken über die eigenen Rauchgewohnheiten zu machen – und eine neue Tagesstruktur zu schaffen, bei der die Zigarette keine Rolle mehr spielt.

Dabei unterstützt euch unsere Aktion rauchfrei-Challenge bei der es sogar was zu gewinnen gibt. Hier geht es direkt zur Aktion.

Außerdem hilfreich: Unsere Tipps unter Werde rauchfrei und die erfahrenen Beraterinnen und Berater der BZgA-Telefonberatung zur Rauchentwöhnung. Sie steht euch montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr unter 0 800 8 31 31 31 * zur Verfügung.

* kostenfreie Servicenummer

Autoren und Quellenangaben

Arcavi L & Benowitz NL (2004) Cigarette smoking and infection. Arch Intern Med 164: 2206–2216

Stämpfli MR & Anderson GP (2009) How cigarette smoke skews immune responses to promote infection, lung disease and cancer. Nat Rev Immunol 9: 377–384

2020. Robert Koch-Institut. SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19). Abgerufen am 22.03. 2020; von: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText2

2020. World Health Organization Regional Office For The Eastern Mediterranean. Tobacco and waterpipe use increases the risk of suffering from COVID-19. Abgerufen am 22.03. 2020; von: http://www.emro.who.int/tfi/know-the-truth/tobacco-and-waterpipe-users-are-at-increased-risk-of-covid-19-infection.html

Huang C, Wang Y, Li X, Ren L, Zhao J, Hu Y, et al. (2020). Clinical features of patients infected with 2019 novel coronavirus in Wuhan, China. Lancet. London, England


Quarantäne nutzen!

Du bist in Quarantäne während alle anderen sich im Freibad vergnügen? Vielleich ein guter Zeitpunkt um Mal genauer über das Thema Rauchen nachzudenken.

Du suchst Fakten?

Wieviele Jugendliche rauchen eigentlich?

Rauchen: In oder Out? Weißt du wieviele Jugendliche in Deutschland regelmäßig Zigaretten oder Shisha rauchen? Hier kannst du es herausfinden.

?

Wieviele Jugendliche rauchen eigentlich in Deutschland?

Teste dein Wissen!

Wie gefährlich ist eigentlich Passivrauchen und was ist die beste Aufhörtaktik? Mit unserem Quiz kannst du dein Wissen testen und findest nebenbei interessante neue Sachen raus!

Quiz

Was ist gesundheitsschädlicher: Zigarette oder Wasserpfeife?

Umfragen

Bei unseren Umfragen kannst du uns deine Meinung zu verschiedenen Themen rund um das Thema Rauchen sagen und nachschauen, wie andere Jugendliche dazu denken.

Lädt!

Usermeinungen

2020_September_38.jpg

Tabak erhitzen statt verbrennen – gesunde Alternative?

Diese Frage muss beantwortet werden.

 

Wer möchte gestupst werden?

Rolltreppen, die uns dabei helfen uns mehr zu bewegen. Freunde, die uns fürs Nichtrauchen loben. Mehr Zeit auszuschlafen, wenn wir dafür auf Kaffee verzichten. Wann sind Stupser, die uns zu einem gesundheitsbewussteren Verhalten bewegen, okay? Daniel hat nachgefragt, wobei ihr gerne gepusht werdet und wie sogenanntes „Nudging“ bei Nichtrauchen helfen kann.

 

Hast du schonmal von Nudging gehört? Weißt du, was es bedeutet – oder welche Vermutung hast du, was es bedeuten könnte?

Hast du das Gefühl, dass du für die ein oder andere Verhaltensänderung einen Stups gebrauchen könntest? Welche ist das und wie könnte das Nudging aussehen?

Rolltreppen, die extra langsam fahren und dazu bunte, animierende Treppenstufen: Fändest du es okay, wenn die Öffentlichkeit durch solche Maßnahmen in Richtung eines gesünderen Lebensstils, zum Beispiel zu mehr Bewegung, gestupst wird? Warum bzw. warum nicht?

Was denkst du: In welcher Form kann Nudging beim Rauchstopp helfen? Wie kann man sich selbst oder andere „austricksen“?

Info

Eigentlich wissen wir meistens selbst was gesund, fair, nachhaltig oder nett ist. Aber aus Bequemlichkeit wählen wir oft den Weg des geringsten Widerstandes, anstatt uns zu überwinden, unser Verhalten zu ändern, über unseren Schatten zu springen. Ein Stupser in die richtige Richtung wirkt da manchmal Wunder. In der Wissenschaft nennt sich das Phänomen „Nudging“ – vom englischen „to nudge, also schubsen, einen Denkanstoß verpassen. Der Anstoß kommt dabei aus der Umgebung: Eine kleine Veränderung dort (zum Beispiel vorbereitete Gemüsesticks mit einem leckeren Dipp, direkt auf dem Tisch neben der Couch) gibt einen Anstoß für eine (eventuelle) Verhaltensänderung: zum gesunden Essen statt in die Chipstüte zu greifen.

Das lässt sich auch für den Rauchstopp einsetzen: Wenn sich die Zigaretten neben dem Telefon befinden oder in der Jackentasche, fällt es Raucherinnen und Rauchern schwer, nicht zuzugreifen. Auch die ehemalige Raucherecke auf dem Balkon kann den Gedanken an eine Zigarette auslösen. Deshalb sollte man diese Ecken nach einem Rauchstopp umgestalten, damit möglichst wenig an die Phase als Raucher bzw. Raucherin erinnert.

 

 

Tipps für den Rauchstopp (und andere Gesundheitsentscheidungen)

  • Gesunde und leckere Lebensmittel gute sichtbar platzieren und die Süßigkeiten eher im Keller verbannen, oder garnicht erst kaufen – ein gutes Mittel gegen mehr Kilos nach einem Rauchstopp
  • Stellt eure Laufschuhe doch mal direkt an die Wohnungstür. Dadurch steigen die Chancen, dass ihr sie auch tatsächlich anzieht und so Entzugserscheinungen „davonlauft“.

  • Weiht Freunde in eure Vorsätze ein, damit sie auch ermutigen und euch gut zusprechen können, wenn ihr euch daran haltet

 

Viel Erfolg beim Umsetzen wünscht euch euer rauchfrei-Team!

Was ist drin?

Eine kleine Chemiestunde zum Rauchen

Tabakrauch ist ein chemischer Cocktail von über 4.800 Substanzen. Von denen sind rund 250 giftig oder krebserzeugend. 90 Stoffe erzeugen nachgewiesenermaßen Krebs oder stehen im Verdacht, Krebs zu erzeugen. Auf der Seite Was ist drin? kannst du mehr erfahren und findest viele Beispiele, wo die Inhaltsstoffe noch  so drin sind: Ob in Putzmitteln, Rattengift oder Straßenbelag. 

Was sind die Folgen vom Rauchen?

Folgeschäden: Dein Körper raucht mit

Rauchen ist schädlich für die Gesundheit, unmittelbar und auch später. Das weiß fast jeder. Doch welche konkreten Folgen du zu befürchten hast, erfährst du hier.

Im Tool „Dein Körper raucht mit“ zeigen wir dir, was das Rauchen alles bei dir anrichten kann:

Aufhören oder andere dabei unterstützen?

Tipps & Tricks

Rauchen ist Gewohnheitssache!

Wer sich vornimmt, weniger oder garnicht mehr zu rauchen, dem wird es möglicherweise vor allem schwerfallen, das Rauchen aus gewohnten Situationen zu verbannen. Dabei hilft es, sich darüber klarzuwerden, welche Routinen das Rauchverlangen auslösen, und welche Alternativen es dazu gibt. Bei unserer Rauchfrei-Challenge bekommst du von uns und der Community ganz praktische Tipps und kannst eigene Erfahrungen teilen.

Auf unserer Seite Tipps &Tricks findest du weitere Tipps für den Rauchstopp.

Test: Bist du bereit für den Rauchstopp?

Wer ist stärker: du oder die Zigarette?

Bist du bereit mit dem Rauchen aufzuhören? Du solltest sicher sein!

Überprüfe mit folgendem Test, ob dein Wunsch aufzuhören stark genug ist.

Gib uns als Erstes dein Geschlecht an.

 

Rechner: Wieviel Geld sparst du mit dem Rauchstopp?

Was kostet mich das?

Du hast es bestimmt schon gemerkt: Rauchen kostet richtig Asche. Entscheide lieber selbst, für was du dein Geld ausgibst, und lass nicht die Zigarette entscheiden. Hier kannst du mit einem Klick sehen, wie du mit deinem gesparten Zigarettengeld das Leben wirklich in vollen Zügen genießen kannst.

1/1
Wieviele Zigaretten rauchst Du durchschnittlich pro Tag?

Mach' nen Buddyvertrag!