Fridays For Health? Was wir aus der aktuellen Krise lernen können

Fridays For Health? Was wir aus der aktuellen Krise lernen können

Solange ist es noch gar nicht her: Bei dem Wort „Krise“ dachten wir vor ein paar Monaten noch zuallererst an den Klimawandel und Umweltkrisen wie das Bienensterben oder Plastikteilchen im Meer.

Jetzt sind wir mittendrin in der „Corona-Krise“. Die meisten Gespräche drehen sich um das unsichtbare Virus, das unser Leben gerade auf den Kopf stellt. Wir denken darüber nach, wie es weitergeht, was wir die Zeit verbringen können – und wie wir zusammen sein können, ohne, dass wir uns treffen.

Zwei „existenzbedrohende, unsichtbare Gefahren“…

Zeitsprung ein halbes Jahr zurück: Da war es ganz normal, dass ziemlich viele Leute zusammenkamen, Tausende sogar – und zwar „in echt“, immer freitags. Weil das zurzeit aufgrund der Corona-Pandemie nicht geht, gibt es bereits digitale Protestformen mit dem Ziel, die Klimakrise nicht aus dem Blick zu verlieren. Denn obwohl momentan (zum Beispiel wegen der Reisebeschränkungen) der CO2-Ausstoß weltweit stark zurückgeht, ist der Klimawandel natürlich noch in vollem Gange.

Der Jugendforscher Klaus Hurrelmann meldete sich vor kurzem zu diesem Thema zu Wort. Er sieht Gemeinsamkeiten zwischen der Corona- und der Umweltkrise: „In beiden Fällen handelt es sich um eine existenzbedrohende, unsichtbare Gefahr“, sagte er.

… die Gesundheitskrise …

Man könnte noch ergänzen: Und in beiden Fällen haben wir es in der Hand, ob diese Gefahr größer wird oder aber wir sie kontrollieren können. Die aktuelle Corona-Krise führt uns vor: Wenn wir uns alle an die Abstands- und Kontaktbeschränkungsregeln halten, verlangsamen wir die Ausbreitung des Virus und unsere Krankenhäuser können die Patientinnen und Patienten möglichst gut versorgen.

Wie erfolgreich diese Maßnahmen sind, können wir beobachten, zum Beispiel wenn die aktuellen Zahlen zu den Neuansteckungen vorgestellt werden. Etwas zeitversetzt (weil die Krankheit erst einige Tage nach der Ansteckung ausbricht) erfahren wir also, was das, was wir gemacht haben, gebracht hat.

… und die Umweltkrise

Beim Klimawandel ist es ähnlich – und doch ganz anders. Auch hier kommt es auf gemeinsame Anstrengungen an, in Deutschland und überall sonst auf der Welt. Wie erfolgreich wir dabei sind, lässt sich allerdings nicht so schnell abschätzen wie die Effekte bei den derzeitigen Corona-Maßnahmen. Denn beim Klimawandel geht es um Langzeitfolgen, über Jahrzehnte hinweg.

Die Auswirkungen spüren außerdem zuerst vor allem Menschen in anderen Regionen dieser Welt, besonders in ärmeren Ländern. Das könnte eine Erklärung dafür sein, warum wir bei der Bekämpfung des Klimawandels nicht so schnell und konsequent handeln wie in der aktuellen Corona-Krise.

Rauchen: ein Gesundheitsrisiko und ein Umweltrisiko

Ein Hoffnungsschimmer: Vielleicht macht uns die aktuelle Corona-Krise „Beine“, sodass wir uns auch bei anderen Krisen zukünftig schneller und mehr engagieren. Und noch etwas kann Hoffnung machen: Wir merken jetzt alle, wie wichtig Gesundheit für uns und unsere Gesellschaft ist. Daraus können wir etwas lernen – für jetzt und für die Zeit nach Corona. Dazu gehört natürlich auch das Thema (Nicht-) Rauchen.

Rauchen gehört zu den größten Gesundheitsrisiken unserer Zeit. Viele Folgen von Tabakkonsum sind langfristig, zum Beispiel das Risiko, an Krebs zu erkranken. Diese Gefahr ist zwar auch erstmal „unsichtbar“, gleichzeitig aber sehr real. Deshalb sollte jeder Raucher und jede Raucherin möglichst bald den Rauchstopp angehen.

Dass Rauchen auch ein Umweltrisiko ist, lest ihr hier .

Wir finden: Lasst uns das Beste aus der Krise machen und etwas daraus lernen.

     
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Autoren und Quellangaben

Die Welt. (28.03. 2020), „Die nächsten Wochen zeigen, ob Corona Fridays for Future hinwegfegt“,
abgerufen am 26.04. 2020 von https://www.welt.de/vermischtes/article206858813/Jugendforscher-Hurrelmann-Ob-Corona-Fridays-for-Future-hinwegfegt.html

Titelbild von Dominic Wunderlich auf Pixabay

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