Rauchablagerungen in Möbeln und Kleidung sind gesundheitsgefährdend

Rauchablagerungen in Möbeln und Kleidung sind gesundheitsgefährdend

Anfang des Jahres fragten wir Euch in einer Umfrage der Woche „Wird bei dir Zuhause geraucht?“. Das Ergebnis zeigte, dass immer noch in viel zu vielen Haushalten geraucht wird. Wahrscheinlich weißt du, dass vom Zigarettenrauch auch gesundheitliche Gefahren für Nichtrauchende ausgehen, die sich in der Nähe befinden und den Qualm einatmen – das sogenannte Passivrauchen. Darüber hinaus lagert sich der Rauch aber auch in Möbeln, Teppichen, Tapeten und Kleidung ab – von dort können die giftigen Stoffe aufgenommen werden, zum Beispiel wenn man verrauchte Klamotten trägt oder sich aufs Sofa legt.

Die Forscher Bo Hang und Hugo Destaillats fanden nun heraus, dass dieser indirekte Passivrauch, auch „third-hand smoke“ (Rauch aus dritter Hand) genannt, viel gesundheitsschädlicher ist, als bisher angenommen, wie bei einem Treffen der American Chemical Society in Dallas (USA) berichtet wird. Wenn Zigarettenrauch mit der Luft im Zimmer oder mit anderen Luftschadstoffen wie Ozon reagiert, können dabei Stoffe entstehen, die beim Menschen genetische Veränderungen und Krebserkrankungen auslösen können. Zigarettenrauch ist also auch lange nach dem eigentlichen Rauchen noch immer gefährlich.

Die größte Gesundheitsgefahr besteht für Kleinkinder, sagt Bo Hang, da sie oft auf dem Boden krabbeln und Spielzeug in den Mund nehmen, das mit dem „third-hand smoke“ belastet sein könnte. Regelmäßiges Staubsaugen und Waschen von Kleidung und Vorhängen kann bereits helfen. Wenn man den „third-hand smoke“ ganz loswerden möchte, sollten allerdings auch Polstermöbel und Tapeten ausgetauscht werden, rät Bo Hang.
Der beste Schutz vor „third-hand smoke“ ist natürlich, überhaupt nicht in Innenräumen zu rauchen - denn so können die gefährlichen Ablagerungen erst gar nicht entstehen.


Quelle: American Chemical Society: „Major †˜third-hand smoke†™ compound causes DNA damage †” and potentially cancer“, 16.03.2014. URL: www.acs.org

     
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