So schädlich ist eine Zigarette am Tag

So schädlich ist eine Zigarette am Tag

Ist ab und zu rauchen, oder ganz wenig rauchen eigentlich auch schädlich? Natürlich gibt es da Unterschiede, aber auch schon eine Zigarette am Tag schadet. Wie und warum genau kannst du hier lesen.

Es gibt Leute, die greifen regelmäßig zur Zigarette und würden sich trotzdem nicht als Raucher oder Raucherin bezeichnen. Einige rauchen zum Beispiel ausschließlich auf Partys, beim Weggehen oder auch „nur“ dann, wenn sie eine angeboten bekommen. Wird man deshalb gleich zum Raucher bzw. zur Raucherin? Das würden sicherlich die wenigsten von ihnen sagen – und sich deshalb vielleicht auch nicht durch Informationsangebote angesprochen fühlen, in denen es um die Schädlichkeit des Tabakkonsums geht. 

Täglich eine Zigarette verdoppelt Risiko für Herzerkrankung

Wenn sich jemand nicht für dieses Thema interessiert, ist das natürlich sowieso schade, denn jeder sollte über die Risiken des Rauchens Bescheid wissen. Es gibt aber noch einen weiteren wichtigen Grund, warum sich auch diejenigen, die eher wenig oder selten rauchen, mit den Risiken des Tabakkonsums beschäftigen sollten: Rauchen schadet schon in ganz geringen Mengen. Das haben schon einige wissenschaftliche Untersuchungen ergeben. Eine solche Studie machte vor Kurzem im Internet und in der Presse sogar richtige Schlagzeilen. Kein Wunder, denn das Ergebnis hatte es in sich: Bereits eine Zigarette am Tag verdoppelt das Risiko einer Herzkrankheit. Und die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls verdreifacht sich sogar durch die tägliche Zigarette. 

Tabakrauch verursacht Sauerstoffmangel 

Wer also regelmäßig raucht und sei es „nur“ eine Zigarette pro Tag, setzt sich diesem hohen Gesundheitsrisiko aus. Das liegt vor allem am Kohlenmonoxid, der durch das Rauchen einer Zigarette vermehrt ins Blut gelangt und den Sauerstoff verdrängt. Dadurch wird zum Beispiel die Muskulatur der Herzwand schlechter mit Sauerstoff versorgt. Und noch eine Reihe weiterer Veränderungen sorgen dafür, dass sich die Blutgefäßwände verengen und verhärten. Die Folge: Das Herz wird schlechter mit Sauerstoff versorgt. Außerdem entstehen Ablagerungen in den Blutgefäßen, die sich dadurch verengen. Diese Veränderungen an den Blutgefäßen werden von Fachleuten auch „Arteriosklerose“ genannt. Das Tückische daran: Diese Schädigungen an den Blutgefäßen entstehen schleichend, verursachen keine Schmerzen und sorgen auch erst einmal nicht für Beschwerden. Diese tauchen später im Leben auf, in Form von Krankheiten wie die schon genannten Herzkrankheiten oder auch dem Schlaganfall – beides ernsthafte Erkrankungen, die oft schwer zu behandeln sind. 

Du willst aufhören? Wir helfen dir dabei

Einige, die diesen Text lesen, werden jetzt vielleicht denken: „Klar ist Rauchen ungesund. Aber ich höre bald wieder auf.“ Es ist zwar positiv, wenn man sich vornimmt, mit dem Rauchen aufzuhören. Aber viele schieben diesen Plan lange vor sich her und ehe sie sich versehen, rauchen sie dann doch ziemlich lang. Und mit der Zeit wird es immer schwieriger, aus dem Tabakkonsum auszusteigen. Denn Rauchen macht abhängig, auch das geht schneller als viele denken. Unsere Empfehlung: Möglichst bald einen Schlussstrich unter das Kapitel „Rauchen“ ziehen und zwar unabhängig davon, wie viel man raucht. Wir unterstützen euch dabei, mehr Infos gibt es unter Werde Rauchfrei

Quelle: Hackshaw Allan, Morris Joan K, Boniface Sadie, Tang Jin-Ling, Milenković Dušan. Low cigarette consumption and risk of coronary heart disease and stroke: meta-analysis of 141 cohort studies in 55 study reports BMJ 2018; 360 :j5855 

     
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