Sommerzeit = Shisha-Zeit? Drei Gründe sprechen dagegen

Sommerzeit = Shisha-Zeit? Drei Gründe sprechen dagegen

Endlich! Die Temperaturen steigen und die Ferien sind schon in Sichtweite. Jetzt heißt es bei vielen wieder: ab in den Park oder an den See. Dort sieht man wieder vermehrt kleine Grüppchen, die sich um eine Wasserpfeife versammeln und „den Schlauch kreisen lassen". Und auch im Außenbereich einiger Cafés kann man Leute beobachten, die in einer Wolke von süßem Dampf sitzen.

Diese süßen, oftmals fruchtigen Aromen (zum Beispiel Blaubeer oder Apfel) können darüber hinweg täuschen, dass es sich bei einer Wasserpfeife auch Shisha genannt um alles andere als ein harmloses Freizeitvergnügen handelt.

Wir nennen euch heute drei gute Gründe, die gegen den Konsum von Wasserpfeifen sprechen – nicht nur im Sommer:

Grund 1: Wasserpfeifen sind ungesund

Man könnte annehmen, dass das Wasser in der Shisha die Giftstoffe aus dem Rauch herausfiltert. Das ist allerdings ein Irrtum – und ein weiterer Grund dafür, dass die Wasserpfeife harmloser rüber kommt als sie eigentlich ist. Denn das Wasser kühlt den Rauch nur herunter, reinigt ihn aber nicht. Fakt ist: Im Rauch der Shisha sind die gleichen gesundheitsschädlichen Substanzen enthalten wie in der Zigarette – zum Beispiel Teer, Benzol und Kohlenmonoxid. Und noch weitere, zum Teil krebserregende Stoffe, sind schon im Rauch der Wasserpfeife entdeckt worden. Auch das – süchtig machende – Nikotin ist drin. Wenn mehrere Leute am gleichen Schlauch ziehen, besteht außerdem Ansteckungsgefahr: Der Speichel, der am Mundstück haftet, kann Krankheiten wie Grippe oder Herpes übertragen.

Grund 2: Für alle unter 18 verboten

Im Jugendschutzgesetz steht: Jugendliche dürfen Tabakprodukte weder kaufen noch in der Öffentlichkeit konsumieren. Das gilt auch für Wasserpfeifentabak.

Grund 3: Kein Trend unter Jugendlichen

Auch wenn sie im Sommer besonders auffallen und bei einigen auch beliebt sind: Unter Jugendlichen in Deutschland sind Wasserpfeifen ganz und gar kein Trend. Nur etwa jede/r zehnte Jugendliche hat im vergangenen Monat eine Shisha benutzt. Das ergab eine Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die auch diese Website betreut. Gefragt wurden 12- bis 17-Jährige. Die Umfrage war natürlich anonym, so dass die Jugendlichen auch ehrliche Antworten geben konnten – ohne Konsequenzen befürchten zu müssen (schließlich ist der Konsum von Wasserpfeifen ja für sie verboten, siehe unseren Grund 2"). Und dabei kam raus, dass die große Mehrheit (90 Prozent) von ihnen offenbar Nein" sagt zur Wasserpfeife. Das zeigt: Nicht alles, was vielleicht trendy wirkt, ist auch ein Trend – zumindest nicht bei allen.

 

Drei Gründe also, die gegen den Konsum von Wasserpfeifen sprechen. Welcher ist für dich der wichtigste? Weitere Infos zum Thema findest du hier. 

Quelle: http://www.bfr.bund.de/de/ausgewaehlte_fragen_und_antworten_zu_wasserpfeifen-8953.html

www.bzga.de

     
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