Wasserpfeifen: schädlich und manchmal sogar tödlich

Wasserpfeifen: schädlich und manchmal sogar tödlich

 

Es ist wieder soweit. Im Supermarkt kann man – schon seit ein paar Wochen – Lebkuchen kaufen: ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Sommer sich so langsam verabschiedet hat. Und mit ihm gehen auch die langen Tage am Badesee und die Abende im Park. Bye bye Sommer, es war schön mit dir!

 

So kann die Wasserpfeife zur akuten Gefahr werden

Aus dem Blickfeld verschwinden jetzt auch mehr und mehr die Wasserpfeifen, die in der warmen Jahreszeit vor allem in Parks und auf den Terrassen von Shisha-Cafés zu sehen – und auch zu riechen – waren. In Herbst und Winter werden Wasserpfeifen (auch „Shisha“ oder „Hookah“) meist in Innenräumen geraucht. Der gesundheitsschädigenden Wirkung tut das keinen Abbruch. Im Gegenteil, es kommt sogar noch eine akute Gefahr hinzu: die drohende Kohlenmonoxidvergiftung.

Giftig und unsichtbar: Kohlenmonoxid

Kohlenmonoxid ist ein extrem giftiges Gas. Was es besonders riskant macht: Es ist unsichtbar und geruchslos. Wenn es einmal im Körper ist, erschwert es den Sauerstofftransport im Blut. Manchmal macht sich die Vergiftung zunächst durch Kopfschmerzen und Schwindel bemerkbar: Symptome, die die meisten nicht direkt mit einer Vergiftung in Verbindung bringen. Danach kann es zu Bewusstlosigkeit kommen und im schlimmsten Fall sogar zum Tod.

Konzentration von Kohlenmonoxid kann sehr schnell steigen

In einem Raum mit höherer Kohlenmonoxidkonzentration können diese Folgen sehr schnell eintreten. Kohlenmonoxid entsteht zum einen beim Anfeuern der Kohle und zum anderen beim Rauchen der Wasserpfeife selbst. Wenn die Wasserpfeife unsachgemäß bedient wird und der Raum klein und schlecht belüftet ist, kann die Kohlenmonoxidkonzentration sehr schnell ansteigen.

Bescheid wissen kann Leben retten

Noch mal zur Erinnerung: Das Gas riecht nicht und man sieht es auch nicht. Man muss also Bescheid wissen, dass es diese Wirkung geben kann und vorsorgen.

Oberste Regel: am besten gar nicht erst Shisha rauchen. Außer der akuten Vergiftungsgefahr gibt es dafür weitere gute Gründe. Zweitens: Bei der Verwendung von Wasserpfeifen in geschlossenen Räumen sollte darauf geachtet werden, dass sie gut gelüftet sind. In Shisha-Bars sollten zudem Kohlenmonoxid-Melder installiert sein.

Wir wissen: Die meisten von euch rauchen gar keine Shisha. Bei einer Kohlenmonoxidvergiftung reicht es jedoch, wenn man sich in dem Raum aufhält, in dem andere an der Wasserpfeife ziehen.

Fazit: Shishas sind schädlich und Kohlenmonoxid ein hochgiftiges Gas, das – je nach Konzentration – zur akuten Gefahr werden kann. Passt auf euch auf.

 

Quellen:

Deutsches Krebsforschungszentrum (2018). Wasserpfeifen. Fakten zum Rauchen. Heidelberg.

Orth, B. & Merkel, C. (2018). Rauchen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland. Ergebnisse des Alkoholsurveys 2016 und Trends. BZgA-Forschungsbericht. Köln: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklarung. doi: 10.17623/BZGA:225-ALKSY16-RAU-DE-

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR, 2016). Ausgewählte Fragen und Antworten zu Wasserpfeifen. Abgerufen am 19. September 2019 von www.bfr.bund.de;

     
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