Weltnichtrauchertag: „Pass auf, an wen du dein Herz verlierst“

Weltnichtrauchertag: „Pass auf, an wen du dein Herz verlierst“

Vor kurzem haben wir an dieser Stelle darüber berichtet, dass sich Rauchen negativ auf sportliche Leistungen auswirkt. „Schuld“ daran ist vor allem ein Gas, das beim Verbrennen des Tabaks entsteht: Kohlenmonoxid. Es gelangt beim Einatmen des Rauchs in das Blut und verdrängt dort den Sauerstoff. Und weil der beim Sport besonders benötigt wird, machen Raucher und Raucherinnen früher schlapp. Rauchen und Sport passen deshalb überhaupt nicht zusammen.

Schäden durch das Rauchen bleiben oft lange unbemerkt

An der Ausdauerleistung kann man also merken, wie Rauchen der Gesundheit schadet. Leute, die früher mal geraucht und dann damit aufgehört haben, berichten häufig, dass sie seit dem Rauchstopp wieder längere Strecken laufen können. Oder sie sind nicht mehr so außer Atem, wenn sie ein paar Stockwerke zu Fuß „erklimmen“ müssen. Vorher war ihnen das meist gar nicht so klar.

Das ist das „Tückische“ bei den meisten Gesundheitsschäden, die durch das Rauchen entstehen: Sie machen sich über längere Zeiträume nicht bemerkbar. Wenn dann die ersten Beschwerden auftreten, zum Beispiel in Form von Atemnot oder Schmerzen, ist die Krankheit schon weit fortgeschritten. Oft handelt es sich dabei um eine Herzkrankheit.

Täglich über 100 Herztode durch das Rauchen

Jedes Jahr sterben in Deutschland annähernd 40.000 Menschen an einer Herz-Kreislauferkrankung, die durch das Rauchen verursacht wurde. Das sind pro Tag etwa 110 Menschen. Um Menschen auf der ganzen Welt darüber aufzuklären, wie schädlich das Rauchen für die Herz-Gesundheit ist, wurde der diesjährige Weltnichtrauchertag unter das Motto gestellt: „Pass auf, an wen du dein Herz verlierst“.

So greift der Tabakrauch das Herz an

Rauchen schädigt das Herz gleich auf mehrfache Weise: Die im Tabakrauch enthaltenen Giftstoffe machen das Blut zähflüssiger und es können Gerinnsel entstehen, die ein Blutgefäß verstopfen können. Außerdem werden sogenannte „Plaques“ gebildet. Plaques kann man sich als kleine Hindernisse im Blut vorstellen, die den Blutfluss zu den Herzmuskelzellen erschweren – wie ein Laster, der auf der Autobahn quer liegt und den Verkehr aufhält. Außerdem sorgt der Tabakrauch, wie schon beschrieben, dafür, dass weniger Sauerstoff im Blut ist. Auf Dauer leidet die Muskulatur der Herzwand, wenn sie schlechter mit Sauerstoff versorgt wird.

Wenn man jetzt auch noch weiß, dass die Blutgefäßwände durch die Giftstoffe im Rauch zunehmend verhärten, kann man sich vorstellen, wie Rauchen dauerhaft dem Herz schadet: Verstopfte und weniger elastische Gefäße haben es schwerer, den lebensnotwendigen Sauerstoff zum Herzen zu transportieren.

Die Folgen haben wir schon beschrieben: Viele Menschen leiden an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung – die sie nicht hätten, wenn sie nicht rauchen würden. Und eine ganze Reihe von ihnen stirbt daran. Besser also gar nicht erst mit dem Rauchen anfangen oder möglichst bald damit aufhören – (nicht nur) dem Herzen zuliebe. 

Quellen: Pressemeldung BZgA zum WNT (noch einfügen) und Tabakatlas https://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/Publikationen/sonstVeroeffentlichungen/Tabakatlas-2015-final-web-dp-small.pdf

 

     
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