Wie wirken die Bilder auf den Zigarettenschachteln?

Wie wirken die Bilder auf den Zigarettenschachteln?

 

Sie sind eigentlich nicht zu übersehen. Deshalb gehen wir davon aus, dass ihr alle schon mal einen Blick darauf geworfen habt, zum Beispiel an der Supermarktkasse. Die Rede ist von den Warnbildern auf Zigarettenschachteln, die vor zwei Jahren in Deutschland eingeführt wurden. Die teilweise schockierenden Fotos zeigen, welche Folgen das Rauchen haben kann. Ein wichtiges Ziel der Maßnahme: Vor allem Jugendliche sollen gar nicht erst mit dem Rauchen anfangen.

Mit Bildern von erkrankten Organen vor dem Rauchen warnen

Die Bilder führen vor Augen, wie schädlich Zigarettenkonsum ist. So ist zum Beispiel eine geschädigte Lunge zu sehen oder verstopfte Arterien – beides Folgen von Zigarettenkonsum.

Vielleicht habt ihr euch schon mal gefragt, was die Maßnahme wohl bringt. Fangen wirklich weniger Leute an zu rauchen, weil mit den Bildern davor gewarnt wird? Um auf diese Frage eine endgültige Antwort zu geben, ist es zwar noch zu früh. Aber es gibt schon jetzt Hinweise darauf, dass die Bilder nicht spurlos an der (jungen) Zielgruppe vorbeigehen.

Hinweis Nummer 1:

Seitdem die Bilder auf den Schachteln zu sehen sind, stehen die Apparate des Rauchertelefons der BZgA nicht mehr still. Deren Telefonnummer ( 0800 8 31 31 31)  findet man nämlich auch auf jeder Zigarettenpackung. Offenbar verschaffen die Bilder dem Thema (Nicht-) Rauchen und dem Angebot der Telefonberatung so viel Aufmerksamkeit, dass viele Menschen die Nummer wählen und Fragen stellen oder sich beraten lassen. Unter den Anruferinnen und Anrufern sind auch viele junge Leute. Auf dieser Seite informieren wir über das telefonische Beratungsangebot.

Hinweis Nummer 2:

Eine Studie hat herausgefunden, dass junge Leute auf die Warnbilder mit Gefühlen wie Ekel, Traurigkeit oder Angst reagieren. Fast 7.000 Schülerinnen und Schüler aus fünften bis zehnten Klassen haben sich an der Untersuchung beteiligt. Ihnen wurden die Warnbilder gezeigt. Danach sollten sie ihre Gefühle einschätzen, die sie beim Betrachten der Bilder haben.

Am stärksten reagierten die Jugendlichen auf den Hinweis „Rauchen verursacht 9 von 10 Lungenkarzinomen". Vor allem Ekel und Angst entstanden beim Betrachten dieses Warnbildes. Bei nichtrauchenden Jugendlichen fielen die Reaktionen übrigens stärker aus als bei denen, die rauchen.

Die Bilder lösen also offenbar negative Gefühle bei Jugendlichen aus. Ob sich dadurch auch ihre Einstellung zum Rauchen ändert, hat die Studie nicht untersucht.

Erfreulicherweise rauchen heutzutage viel weniger Jugendliche als früher. Wie viel genau, das könnt ihr hier nachlesen.

Was haltet ihr eigentlich selber von den Bildern auf den Tabakverpackungen? Das wollen wir in unserer aktuellen Umfrage wissen.

Quelle: www.aerzteblatt.de=1&nid=95494&s=Rauchen

     
Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Related: