Dein Körper raucht mit

Wir zeigen dir, was das Rauchen alles bei dir anrichten kann:

 

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Von der Sucht zum Schlaganfall!

Tabak enthält Nikotin. Und das macht süchtig. Bereits eine Zigarette täglich kann dich schon nach vier Wochen abhängig machen! In nur 7 Sekunden gelangt das Nikotin von deiner Lunge ins Gehirn. Eine Stunde nach dem Rauchen einer Zigarette fällt der Nikotinspiegel im Blut auf ein Viertel ab: Dein Körper zeigt die ersten Entzugssymptome. Das sind keine Schmerzen, sondern eher ein Gefühl der Leere und Unruhe. Dein Körper giert nach der nächsten Zigarette. Rauchen kann genauso stark abhängig machen wie Heroin!

Außerdem ist das Rauchen eine der Hauptursachen für Schlaganfälle, die schwere Hirnschäden hervorrufen können. Ungefähr 30 Prozent aller Schlaganfälle verlaufen tödlich.

Von der Linsentrübung zur Blindheit!

Je mehr du rauchst, desto größer ist die Gefahr, dass du eine Linsentrübung wie den „Grauen Star“ bekommst. Dein Risiko liegt etwa 40 % höher als bei deinen Freundinnen und Freunden, die nicht rauchen. Die Linsentrübung ist eine Augenkrankheit, die erst dein Sehvermögen beeinträchtigt und dann bis zur völligen Blindheit führen kann.

Zigarettenrauch verursacht diese Krankheit auf zwei Arten: Indem er die Augen von außen reizt und indem er im Körper dafür sorgt, dass Schadstoffe in der Lunge bleiben, die dann über den Blutkreislauf in die Augen gelangen. 

Vom Husten zum Lungenkrebs!

Rauchen schädigt deine Bronchien und deine Lunge. Die Flimmerhärchen der Atemwege werden zerstört und können die Flut an eingeatmeten Giftstoffen nicht vollständig filtern. Deine Bronchialschleimhaut wird stark gereizt, Staub und Schleim sammeln sich in der Lunge an.

Die Folgen sind hartnäckiger Husten, zäher Auswurf und – da sich die Luftwege auch verengen – Atemnot. So entsteht auch Lungenkrebs, der bei rauchenden Menschen 20 Mal häufiger auftritt als bei Leuten, die nicht zur Zigarette greifen. Eine weitere typische Krankheit ist das Lungenemphysem (= Lungenüberblähung) als Folge einer chronischen Bronchitis (Entzündung der Atemwege) bei Raucherinnen und Rauchern. Durch diese dauerhafte Überdehnung der Lungenflügel kannst du nicht mehr genug Sauerstoff zum richtigen Atmen aufnehmen.

 

Durch das Einatmen des Zigarettenrauches saugt sich deine Lunge richtig mit Teerpartikeln voll und wird in ihrer Konsistenz ledern. Sicher hast du dafür schon mal den Begriff Raucherlunge gehört.

Vom lebensbedrohlichen Blutgerinnsel zum Gebärmutterhalskrebs!

Das Risiko, dass sich lebensbedrohliche Blutgerinnsel (Thrombosen) in deinem Körper bilden, nimmt durch Rauchen zu. Ebenso ist für Mädchen und junge Frauen, die die Pille nehmen und rauchen, die Gefahr dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstehen viel größer. Aber: Verhütung muss trotzdem sein, denn an den Folgen einer ungewollten Schwangerschaft hast du ein Leben lang zu knabbern.

Rauchen ist aber vor allem ein Risikofaktor für das Entstehen von Gebärmutterhalskrebs. Bei dieser Krebsart gilt es heute als wissenschaftlich gesichert, dass an ihrem Ausbruch bestimmte Untertypen einer Virusart beteiligt sind. Viren sind kleinste Krankheitserreger, die sich in den Zellen von Lebewesen ausbreiten.

Rauchen unterstützt die virenbedingte Tumorentstehung. In der Schleimhaut des Gebärmutterhalses von Raucherinnen lassen sich vermehrt krebserregende Stoffe aus dem Tabakrauch nachweisen. Dadurch steigt bei rauchenden Mädchen und Frauen das Risiko einer Gebärmutterhalskrebs-Erkrankung um 60 % gegenüber Nichtraucherinnen. 

Von der Gefäßverengung zur Thrombose!

Die chemischen Stoffe im Tabakrauch schädigen das System aus Arterien (vom Herz weggehende Blutgefäße) und Venen (zum Herz hinführende Blutgefäße) im menschlichen Körper.

Die Arterien von Raucherinnen und Rauchern werden oft bereits nach kurzer Zeit verengt und ganze Körperteile erhalten in Folge zu wenig Sauerstoff. Schlimmstenfalls stirbt dann Gewebe ab.

Speziell die geschädigten Venen von Raucherinnen und Rauchern können durch Thrombosen (Propfen aus Blutgerinnseln) verschlossen werden. Bei einer solchen venösen Thrombose spürst du erst einmal nur ziehende Schmerzen. Richtig gefährlich wird es aber, wenn aus der Thrombose eine Embolie wird, das heißt wenn sich das Blutgerinnsel (der Thrombus) löst und mit dem Blutstrom fortgeschwemmt wird. Verstopft das Blutgerinnsel dann ein wichtiges Blutgefäß im Hirn oder in der Lunge, kann die ganze Sache schnell tödlich enden. 

Von schwachen Knochen zum Knochenbruch!

Kohlenmonoxid kann zu deinem Knochenbrecher werden. Die sehr giftige Gasverbindung entsteht beim Verbrennen von Tabak. Im Körper sorgt Kohlenmonoxid dafür, dass die Sauerstoff-Transportfähigkeit des Blutes starker Raucherinnen und Raucher um bis zu 15 % zurückgeht.

Dies führt dazu, dass die Knochen zunehmend ihre Festigkeit verlieren, leichter brechen und fast doppelt so lang für die Heilung brauchen wie die von Nichtraucherinnen und Nichtrauchern. Das Ganze nennt man auch Osteoporose (Knochenschwund). 

Von der Durchblutungsstörung des Beins zur Amputation!

Die Giftstoffe im Tabakrauch stören oft bereits nach kurzer Zeit die Durchblutung der Arterien (vom Herz weggehende Blutgefäße). Durch die zunehmende Arterienverkalkung (Arteriosklerose) kommt es zu Verengungen und schließlich zum totalen Verschluss. Besonders betroffen davon sind die menschlichen Extremitäten, also deine Arme und Beine.

Die bekannteste Krankheitsform speziell für Raucherinnen und Raucher dürfte der arterielle Verschluss am Unterschenkel und Fuss sein, der umgangssprachlich auch „Raucherbein“ genannt wird. Ohne rechtzeitiges medizinisches Eingreifen stirbt das Bein durch den Sauerstoffmangel langsam ab und muss im schlimmsten Fall letztlich amputiert werden.

Vom Pickel zu frühen Falten!

Wenn du rauchst, können die Giftstoffe im Rauch deine Haut vorzeitig altern lassen und dein Hautbild verschlechtern. Die Haut wird schneller runzlig, schimmert gelblich und wirkt zerknittert. Sie wird früher dünn und erneuert sich nicht so wie normal.

Die Durchblutung der Haut ist bei Rauchern schlechter. Sie wirkt grau und die Wundheilung verzögert sich.

Das Nikotin verfärbt deine Finger gelb. Zigarettenrauch fördert entzündliche und allergische Hautveränderungen wie Akne oder Neurodermitis (Ekzem-Krankheit). Auch scheinen Raucherinnen und Raucher leichter Schuppenflechten zu bekommen. Dies ist eine chronisch entzündliche Hautkrankheit, die den ganzen Körper mit juckenden roten Flecken übersät. Insgesamt erhöht sich außerdem dein Risiko, an tödlichem Hautkrebs zu erkranken. 

Von der Magenentzündung zum Magengeschwür!

Tabakrauch verringert die Widerstandskraft deines Magens gegen die Bakterien, die Magengeschwüre verursachen. Der Magen verliert durch das Rauchen zunehmend seine Fähigkeit, die nach einem Essen freigesetzten Säuren abzubauen. Dadurch können diese die Magenschleimhäute angreifen und verletzen.

Magengeschwüre lassen sich auch insgesamt schwierig behandeln und treten bei Raucherinnen und Rauchern eher als bei nichtrauchenden Menschen wieder auf. 

Vom Sauerstoffmangel zum Herzversagen

Die im Tabakrauch enthaltenen Substanzen schädigen das Herz- Kreislauf-System. So kann es, wenn du rauchst, bereits nach kurzer Zeit zu einer deutlichen Verengung, ja sogar zu einer totalen Verstopfung der Blutgefäße kommen (Arteriosklerose).

Dies wiederum führt, je nachdem, welche Gefäße betroffen sind, zu einer unzureichenden Versorgung ganzer Körperteile mit Sauerstoff. Ohne ausreichende Sauerstoffversorgung stirbt jedes Gewebe ab.

Wer hat nicht schon mal vom "Raucherbein" gehört? Ist das Herz betroffen, so nennt man dies "Herzinfarkt": Abgestorbenes Herzmuskelgewebe pumpt zu wenig Blut in lebenswichtige Organe, es kann zu tödlichem Herzversagen kommen.

Dem Herzinfarkt gehen oft Rhythmusstörungen, Atemnot, Bewusstlosigkeit und Schmerzen in der Brust voraus. Die Pumpfunktion des Herzens erlischt dann langsam.

Vom Mundgeruch zum Zahnausfall!

Gelbe Zahnverfärbungen und starker Mundgeruch sind noch die harmlosesten Folgen des Rauchens. Das gesamte biologische Gleichgewicht in deinem Mund wird gestört: Es bildet sich mehr Zahnbelag und Zahnstein, was zu mehr Löchern in deinen Zähnen führt.

Auch an deinem Zahnfleisch und an den Kieferknochen können schwere Schäden entstehen: Zahnfleisch und Zahnbett werden schlechter durchblutet und Bakterien siedeln sich leichter an. Es kommt zu schweren Entzündungen deines Zahnhalteapparates. Es droht der Verlust der Zahnverankerung - deine Zähne fallen aus.

Im schlimmsten Fall führt die vermehrte Zahnbelags- und Zahnsteinbildung zu Pilzinfektionen und Verhornungen deiner Mundschleimhaut: tödlicher Mundhöhlenkrebs kann entstehen. 

Von der Ohrentzündung zur Gehörlosigkeit!

Rauchen geht auch aufs Ohr. Die Schadstoffe im Zigarettenrauch verursachen Ablagerungen, die die Blutgefäße verengen. Deshalb verschlechtert sich die Durchblutung deines Innenohrs, was wiederum zu einem früheren Hörverlust als bei nichtrauchenden Menschen führen kann.

Außerdem haben Raucherinnen und Raucher auch ein dreimal höheres Risiko, an einer schmerzhaften Mittelohr-Entzündung zu erkranken.