Warum macht Rauchen schlapp? Die Antwort beginnt mit „K“...

Wer raucht, kommt schneller aus der Puste. Warum ist das eigentlich so? Und wie verbessert sich die Fitness nach einem Rauchstopp? Fragen, die viele von euch interessieren – vor allem natürlich diejenigen, die rauchen. Denn wenn man fitter wird, ist das doch ein super Grund, die Zigarette stecken zu lassen, oder? Ganz zum Schluss haben wir dann noch einen Tipp für alle, die demnächst aufhören wollen zu rauchen. Der hat auch etwas mit Sport zu tun.

Tabakrauch macht schlapp ...

Warum also geht rauchenden Menschen eher die Luft aus? Das liegt vor allem an einem Stoff, den ihr aus dem Chemie- und Biologie-Unterricht kennt: Kohlenmonoxid, ein farb- und geruchloses giftiges Gas. Es entsteht bei der Verbrennung von Tabak und ist ein Hauptbestandteil des Rauches. Dieser wird eingeatmet und gelangt über die Lunge in das Blut des Rauchers oder der Raucherin. Dort verbindet sich das Kohlenmonoxid mit dem roten Blutfarbstoff, dem sogenannten „Hämoglobin“. Das Hämoglobin wiederum transportiert den Sauerstoff zu den verschiedenen Organen des Körpers. 

… weil er den Sauerstoff verdrängt 

Wenn an dem Hämoglobin aber bereits Kohlenmonoxid „hängt“, kann es weniger Sauerstoff an sich binden und im Körper verteilen. Im Klartext heißt das: Der Körper nimmt weniger Sauerstoff auf. Dabei wird gerade beim Sport viel Sauerstoff benötigt – zur optimalen Versorgung von Herz und Muskeln. Je mehr Kohlenmonoxid ein Mensch aufnimmt, desto schlechter wird seine körperliche Leistungsfähigkeit. Besonders deutlich wird das bei Sportlerinnen und Sportlern, die Dauerleistungen erbringen müssen.

Nach dem Rauchstopp: der Körper erholt sich

Hättet ihr das gedacht? Der Körper reagiert bereits nach 20 Minuten auf den Rauchstopp. Der Herzschlag wird langsamer, der Blutdruck sinkt. Und nach etwa 12 Stunden sinkt der Gehalt des Kohlenmonoxids im Blut auf das Normalmaß. Das zeigt übrigens, warum auch das Rauchen weniger Zigaretten schädlich ist: Der Kohlenmonoxidspiegel bleibt nämlich bis zu 12 Stunden nach der Zigarette erhöht – und in der Zeit wird weniger Sauerstoff vom Körper aufgenommen, wie wir weiter oben schon beschrieben haben. In den ersten drei Monaten nach dem Rauchstopp verbessern sich dann die Lungenfunktion und die Blutzirkulation im Körper. 
Die Erholung des Körpers beginnt also schon recht bald nach dem Rauchstopp – und das bringt Verbesserungen bei der Fitness. Das merkt man im Alltag, zum Beispiel beim Treppensteigen. Und Sportlerinnen und Sportler erzielen bessere Leistungen. 

Wir helfen beim Rauchstopp

Aufhören ist die eine Sache, dauerhaft rauchfrei zu bleiben manchmal eine ganz andere. Dabei hilft wiederum der Sport, wie Studien zeigen. Wer sich regelmäßig bewegt, hat weniger Entzugserscheinungen und ist deshalb erfolgreicher beim Rauchstopp. Und: verbessert natürlich auch noch zusätzlich seine Fitness. 

Fazit: Sport und Rauchen passen nicht zusammen.

Deshalb: rauchfrei bleiben oder werden.  Wir unterstützen euch dabei mit Tipps und Tricks.

Quellen: Loprinzi, P. D., Wolfe, C. D. & Walker, J. F. (2015). Exercise facilitates smoking cessation indirectly via improvements in smoking-specific self-efficacy: Prospective cohort study among a national sample of young smokers. Preventive Medicine, 81, 63-66. www.ncbi.nlm.nih.gov
www.dkfz.de
Adrian H. Taylor, Michael H. Ussher, Guy Faulkner (2007); The acute effects of exercise on cigarette cravings, withdrawal symptoms, affect and smoking behaviour: a systematic review; Addiction 102 (4), 534–543. 

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